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Aushilfen: Kurzfristige Beschäftigung - Gibt es jetzt eine 400-Euro-Grenze?

 

Von Günter Stein,

Die Frage: Ich bin zwar ein sehr eifriger Leser von ihren verschiedenen Ausgaben, habe mich bislang jedoch noch nicht zu einem Kommentar hinreißen lassen. Jetzt aber muss ich Sie doch fragen (wahrscheinlich als 3 -millionster Schreiber), ob ihnen nicht doch ein Fehler unterlief:

Im "Sozialversicherung und Lohnsteuer aktuell" beschreiben Sie, dass man jemanden der kurzfristig beschäftigt wird, maximal 400,00 EUR monatlich bezahlen darf? Ich hoffe, dass dies nicht korrekt ist, da ich ansonsten wohl die eine oder andere Schwierigkeit mit einem Prüfer der Rentenversicherung bekomme.

Aushilfen: Wann ein Arbeitsverhältnis als kurzfristige Beschäftigung gilt

Die Antwort: Hier habe ich mich wohl ein wenig missverständlich ausgedrückt. Deshalb noch einmal kurz vorab: Ein Arbeitsverhältnis gilt als kurzfristige Beschäftigung, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres
  • Mit einer seit ihrem Beginn vorliegenden zeitlichen Begrenzung
  • Die Eigenart der Beschäftigung oder Die vertragliche Regelung
  • auf eine Höchstdauer von 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen
  • Ohne berufsmäßige Ausübung dieser Tätigkeit
  • Sozialversicherungsfreiheit

Aushilfen: Kurzfristige Beschäftigung darf nicht regelmäßig ausgeübt werden

So weit, so gut. Aber: Ein ganz entscheidendes Kriterium für eine echte kurzfristige Beschäftigung ist, dass sie nicht regelmäßig ausgeübt wird. Ansonsten wird sie, sofern der Lohn die 400-Euro-Grenze überschreitet, voll sozialversicherungspflichtig.

Ein Beispiel: Eine Hausfrau arbeitet als Bankkauffrau bei einem Geldinstitut jeweils an den letzten 4 Arbeitstagen eines Kalendermonats für ein monatliches Arbeitsentgelt von 420 Euro.

Ergebnis: Die Bankkauffrau ist versicherungspflichtig, weil das Arbeitsentgelt 400 Euro übersteigt. Es ist dabei unerheblich, dass die für die Kurzfristigkeit einer Beschäftigung maßgebende Zeitdauer von 50 Arbeitstagen im Lauf eines Jahres nicht überschritten wird. Die Tatsache, dass die Bankkauffrau eine Dauerbeschäftigung ausübt, schließt das Vorliegen einer kurzfristigen Beschäftigung aus.

Aushilfen: Wann liegt eine solche „Regelmäßigkeit“ vor?

  • Die Beschäftigung ist von vornherein auf eine ständige Wiederholung ausgerichtet.
  • Insbesondere, wenn ein über ein Jahr hinausgehender Rahmenarbeitsvertrag abgeschlossen wird
  • Die Beschäftigung soll über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden
  • Gilt selbst dann, wenn maximal nur Arbeitseinsätze von 50 Arbeitstagen innerhalb eines Jahres vorgesehen sind

 

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