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Beschäftigung von Jugendlichen: Die Falle in den Osterferien

 
Beschäftigung von Jugendlichen

Von Günter Stein,

Bei der Beschäftigung von Minderjährigen lauert eine Falle, die gerade dann besonders häufig übersehen wird, wenn die eigenen Kinder oder die von Freunden und Verwandten beschäftigt werden: Die Falle heißt Jugendschutz.

In den meisten Bundesländern beginnen in diesen Tagen die Osterferien. Vielleicht jobben Ihre eigenen Kinder oder die von Freunden oder Bekannten in Ihrem Betrieb um sich in den Ferien ein paar Euro zu verdienen. Das ist eine feine Sache, weil die Jugendlichen so einmal ins tatsächliche Arbeitsleben hereinschnuppern können. Gleichzeitig machen Sie den Lohn als Betriebsausgabe steuerlich geltend.

Doch Vorsicht!

Bei der Beschäftigung von Minderjährigen lauert eine Falle, die gerade dann besonders häufig übersehen wird, wenn die eigenen Kinder oder die von Freunden und Verwandten beschäftigt werden:

Die Falle heißt Jugendschutz. Und das kann teuer werden. Denn:

Beschäftigungen, die nicht den Vorschriften des Jugendschutzes entsprechen, werden im Falle einer Betriebsprüfung nicht anerkannt. Probleme gibt es vor allem für Jugendliche unter 15 Jahren. Und das kann nicht nur in den Ferien, sondern auch bei einer dauerhaften Beschäftigung zum Beispiel als 400-€-Mini-Jober schnell zu Problemen führen.

Beispiel: Ihr Sohn ist 14 Jahre alt und ein echter Computer-Freak. Im Büro kümmert er sich um Datensicherung, verrichtet Kopierdienste und hält den Computer in Bezug auf Viren- und Trojanerschutz auf dem Laufenden.

Der Betriebsprüfer stellt das Alter Ihres Sohns im Rahmen der Prüfung fest. Und argumentiert wie folgt: Da er noch nicht 15 ist, liegt ein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz vor. Die steuerliche Anerkennung wird Ihnen damit verwehrt.

Achtung: Beschreiben Sie seine Tätigkeit sehr genau. Sie darf nicht „zu einfach“ sein. Denn der Lohn für eine einfache Tätigkeit wie beispielsweise Telefondienst ist steuerlich nicht abzugsfähig. Einfache Hilfen in der elterlichen Praxis gelten als Familienmithilfe und sind üblich.

Tipp: Beachten Sie deshalb die 15-Jahres-Grenze und nutzen Sie, sobald Ihr Kind diese Grenze erreicht hat, einen wasserdichten Vertrag für Angehörigenarbeitsverhältnisse, der auch einem Fremdvergleich standhält.

Ein weiteres häufiges Problem tritt auch bei älteren Jugendlich von 15 bis 18 Jahren auf – und zwar in den Sommerferien: Die Jugendlichen arbeiten zu lange. Erlaubt ist ab einem Mindestalter von 15 Jahren in den Schulferien eine maximale Arbeitszeit von 4 Wochen, bei höchstens 8 Stunden am Tag.

Diese Übersicht zeigt Ihnen, was bei der Beschäftigung von Minderjährigen geht und was nicht:

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