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Mitarbeiter Ihres Unternehmens, die zwischen 450,01 € und 850 € monatlich verdienen, befinden sich automatisch in der sogenannten Gleitzone. Für diese...

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Die Schulabgänger-Falle! Warum Sie hier genau hinschauen sollten

 

Von Gerhard Schneider,

Das passt eigentlich ganz gut zusammen: Viele Schulabgänger, die ihre Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studiumsbeginn sinnvoll überbrücken und sich ein paar Euro verdienen wollen, sind jetzt auf der Suche nach einem Job – und gleichzeitig brauchen viele Unternehmen jetzt in der Sommerzeit Urlaubsvertretungen für ihre Mitarbeiter. Da liegt es nahe, Schulabgänger als kurzfristige Aushilfen sozialversicherungsfrei zu beschäftigen – und dadurch Sozialabgaben einzusparen.

 

Doch Vorsicht! Das kann gerade bei Schulabgängern schnell ins Auge gehen!

Denn es gelten für die Sozialversicherungsfreiheit diese Spielregeln:

  • Damit eine Aushilfe als kurzfristig Beschäftigter sozialversicherungsfrei bleibt, dürfen alle kurzfristigen Beschäftigungen des laufenden Kalenderjahres zusammen nicht mehr als 2 Monate bzw. 50 Arbeitstage betragen.

Diese Grenze von 2 Monaten gilt bei Beschäftigungen von 5 Arbeitstagen je Woche. Bei Jobs mit weniger als 5 Arbeitstagen, gilt die Grenze von 50 Arbeitstagen.

  • Damit die Beschäftigung als sozialversicherungsfreie Aushilfstätigkeit anerkannt wird, darf die sie nicht berufsmäßig ausgeübt werden.

Genau diese Voraussetzung führt bei Schulabgängern immer wieder zu Problemen! Denn eine Berufsmäßigkeit sehen die Sozialversicherungsträger schon dann, wenn eine Aushilfskraft einen Großteil ihres Lebensunterhalts durch die Tätigkeit bestreitet.

 

Achtung! Bei Schulabgängern gehen die Sozialversicherungsträger grundsätzlich von einer berufsmäßigen Ausübung aus, wenn die Aushilfe mehr als 450 € im Monat verdient!
Übersehen Sie diese Tatsache und beschäftigen Sie einen Schulabgänger zu Unrecht sozialversicherungsfrei, kann es zu unangenehmen Nachzahlungen kommen!

In diesen Fällen sind die Schulabgänger sozialversicherungspflichtig:

Schulabgänger zwischen Schulentlassung und

  • Beginn des 1. Ausbildungsverhältnisses
  • Beginn des 1. Arbeitsverhältnisses
  • Beginn eines Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres
  • Beginn des Bundesfreiwilligendienstes oder des freiwilligen Wehrdienstes
  • Beginn eines Dienstverhältnisses als Beamter

Keine Sorgen bei angehenden Studenten

Schulabgänger, die noch in 2013 ein Studium beginnen, können Sie als versicherungsfreie Aushilfen beschäftigen. Hier gilt die besondere Regelung nicht.

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