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Schulabgänger als Jobber - Vorsicht!

 
Aushilfe Schulabgänger

Von Günter Stein,

Der Sommer und die Urlaubszeit stehen bevor – und damit machen sich viele Selbstständige Gedanken um die Anstellung von kurzfristig Beschäftigen. Also Mitarbeiter, die nur vorübergehend angestellt sind, um andere Mitarbeiter, die in Urlaub sind, zu vertreten oder um Arbeitsspitzen zu schaffen.

Jetzt liegt es nahe auch Schulabgänger zu beschäftigen, die ein paar Euro verdienen wollen, bis sie im Herbst mit ihrer weiteren Ausbildung fortfahren.

Wann liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor?

  • Die Beschäftigung dauert höchstens zwei Monate oder maximal zusammen 50 Kalendertage im Jahr.
  • Sie wird nicht berufsmäßig ausgeübt.
  • Sie wird nicht regelmäßig ausgeübt.
  • Sie geht nicht über 18 zusammenhängende Arbeitstage hinaus.
  • Der durchschnittliche Tagesverdienst übersteigt 62 Euro nicht.

 

Achtung: Mehrere Beschäftigungen werden zusammengerechnet!

Beispiel: Angenommen, Gastwirt Müller möchte in diesem Sommer auch auf der Terrasse seiner Wirtschaft eine Bewirtung ermöglichen und stellt hierzu eine Studentin als kurzfristig Beschäftigte ein. Er vereinbart mit ihr, dass sie bei schönem Wetter immer auf Abruf bereitsteht, und zahlt ihr 14 Euro die Stunde. Damit liegt ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis vor. Die Studentin kommt nur auf Abruf, ihr Lohn liegt im erlaubten Rahmen. Sie müssen lediglich darauf achten, dass die Grenze von 18 zusammenhängenden Tagen nicht überschritten wird. Das sollte aber kein Problem sein.

Was Sie bei Schulabgängern als Aushilfe beachten müssen

Beschäftigen Sie aber Schulabgänger, müssen Sie zwei Sonderregelungen beachten:

  1. Abiturienten, die in diesem Sommer als kurzfristig Beschäftigte jobben und im Herbst ihr Studium beginnen, werden als kurzfristig Beschäftigte anerkannt.
  2. Abiturienten und alle anderen Schulentlassenen, die vor Beginn einer Ausbildung stehen, werden nicht als kurzfristig Beschäftigte anerkannt! (Der Beginn der Ausbildung muss dabei nicht einmal gleich an die Beschäftigung bei Ihnen anschließen.)
  3. Eine Ausnahme gilt für Schulentlassene, die eine kurzfristige Beschäftigung annehmen, um die Zeit bis zum Antritt eines Dienstverhältnisses als Soldat auf Zeit zu überbrücken.

Gehen Sie so vor:

  • Erkundigen Sie sich bei allen infrage kommenden Beschäftigten, ob sie noch andere kurzfristige Beschäftigungen wahrnehmen. Denn die oben genannten Grenzen gelten für alle kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse zusammen.
  • Lassen Sie sich bei Beginn der Beschäftigung den Sozialversicherungsausweis vorlegen.
  • Die Aufnahme und die Beendigung einer kurzfristigen Beschäftigung müssen Sie an die zuständige Krankenkasse melden. Bei Schülern ist das die Krankenkasse der Familienversicherung. Hier erhalten Sie auch das entsprechende Meldeformular.

 

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