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Urlaubsanspruch: Welches Arbeitsvolumen bei Teilzeitkräften relevant ist

 
Arbeitsrecht Urlaubsanspruch

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben eine Mitarbeiterin in Teilzeitbeschäftigung (Gleitzone) bei schwankender Beschäftigung als Museumskraft.

Die Frage: Wir haben eine Mitarbeiterin in Teilzeitbeschäftigung (Gleitzone) bei schwankender Beschäftigung als Museumskraft. Der Arbeitsvertrag sieht

  1. Urlaubsansprüche nach den Regelungen des TVÖD,
  2. ein bestimmtes Arbeitsvolumen als Basis für die Bezahlung,
  3. Flexibilität des Arbeitgebers bzgl. des Arbeitsumfanges und
  4. ein Arbeitszeitkonto

vor.

Welcher Urlaubsanspruch Teilzeitkräften zusteht

Gängige Praxis ist die Berechnung des Urlaubsanspruches auf Basis des abgelaufenen Jahres und Mitteilung des dadurch ermittelten Anspruches unter Vorbehalt. (Weil ja nicht sicher ist, ob in gleicher Menge, wie im Jahr der Berechnungsgrundlage gearbeitet werden kann.) Die Mitarbeiterin verlangt nun für 2008 nachträglich den Urlaubsumfang, der ihr auf Basis des unter 2. angesprochenen errechnet werden kann, hat aber, Arbeitgeber bedingt, weniger gearbeitet und deswegen 6 statt gewollter 7 Tage Urlaubsanspruch. Es geht zwar "nur" um einen Tag, aber im Zuge der Gleichbehandlung sehe ich dazu keine Möglichkeit.

Urlaubsanspruch: Gewährter Urlaub kann nicht zurückverlangt werden

Die Antwort: Eine interessante Vertragsgestaltung. Doch das System hakt ein wenig: Berechnet wird der Urlaub 2008 zunächst anhand des Arbeitsvolumens 2007. Dann wird aber am Ende 2008 noch mal nachgehakt, ob die Berechnung korrekt war. Hier ergibt das bei der Beschäftigten: Vorausschau 7 Tage. Nachschau 6 Tage. Wenn der Arbeitgeber nun die 7 Tage in 2008 schon gewährt hätte, könnte er den einen Tag nicht mehr zurückverlangen. Hier bringt der Vorbehalt nichts.

Urlaubsanspruch: Wann der Resturlaub bereits verfallen ist

Die Arbeitnehmerin in Ihrem Fall hat Ihren Urlaub 2008 nicht eingebracht, was also tun:

  1. Nach § 26 Abs. 2 a TvöD ist wohl der Resturlaub schon verfallen. Das müssten Sie bitte noch prüfen.
  2. Um die Situation zu entschärfen würde ich den 1 Tag ausnahmsweise geben und für die Zukunft den Urlaub am Jahresanfang anhand der letzten 3 Arbeitsmonate berechnen und dann im Juli nochmal prüfen, ob sich Anpassungsbedarf ergibt. Dann kann man im Jahr den korrekten Urlaub ermitteln und muss nicht am Jahresende richtigstellen. Das ist einfach besser.

Vielleicht lässt sich im Museum anhand von Öffnungszeiten etc. ja zukünftig auch ein fester Arbeitsturnus ermitteln – dann ist zukünftig der Urlaub leichter zu berechnen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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