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Was Sie bedenken sollten, wenn Sie einen Antrag auf Teilzeit ablehnen wollen

 

Von Günter Stein,

Stellt einer Ihrer Mitarbeiter einen ordnungsgemäßen Antrag auf Teilzeitarbeit, dürfen Sie nicht mit pauschalen Gründen eine Absage erteilen. Sie können sich nicht einfach darauf berufen, dass Sie beispielsweise keine Teilzeit in Ihrem Unternehmen wünschen oder die Voraussetzungen für Teilzeitarbeit in den einzelnen Arbeitsbereichen nicht gegeben sind.

 

Beispiel: Das reicht nicht!
Arbeitgeber R. lehnt einen Antrag auf Teilzeit ab, weil er dadurch mit der neuen Verteilung der anfallenden Arbeit einen hohen Aufwand hätte.
Folge: Diese Entscheidung kann der betroffene Mitarbeiter problemlos anfechten. Die Gründe von Arbeitgeber R. reichen für eine Ablehnung in diesem Fall nicht aus.
Prüfen Sie daher immer ganz genau, ob dem ordnungsgemäßen Teilzeitantrag Ihres Mitarbeiters entsprochen werden kann. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie die Teilzeitarbeit anbieten. Ansonsten lehnen Sie den Antrag ab. Begründen Sie dann aber ganz genau, auf welcher Grundlage Ihre Ablehnung basiert, damit Ihr Mitarbeiter sich die Mühe gleich spart, mit dem Sachverhalt vor Gericht zu ziehen.
Und noch etwas sollten Sie beachten: Die schriftliche Ablehnungserklärung (§ 8 Absatz 5 Satz 2 TzBfG) muss dem Arbeitnehmer innerhalb der gesetzlichen Frist zugehen (Monatsfrist).

Dies bedeutet, dass die rechtzeitige Absendung nicht ausreichend ist. Im Idealfall übermitteln Sie die Erklärung per Bote oder übergeben sie persönlich unter Anwesenheit von Zeugen.

 

Wichtig:
Falls Sie mit dem Arbeitszeitwunsch Ihres Mitarbeiters kein Problem haben und seinen Wunsch erfüllen möchten, dürfen Sie dies natürlich tun. In diesem Fall muss weder die 2-Jahres-Frist eingehalten noch müssen die anderen Voraussetzungen für einen Anspruch auf Teilzeitarbeit vorliegen. Hier handelt es sich bei der Arbeitszeitverringerung lediglich um einen 2-seitigen Vertrag, der den ursprünglich geschlossenen Arbeitsvertrag entsprechend erweitert.
Wenn Sie aber ablehnen müssen, kommen diese 8 Gründe in Betracht:

  1. Ihr Betrieb ist nicht groß genug.
  2. Auszubildende haben keinen Anspruch auf Teilzeitarbeit.
  3. Nur wer länger als 6 Monate bei Ihnen beschäftigt ist, darf Teilzeit fordern.
  4. Antragsfrist versäumt.
  5. Befristete Teilzeittätigkeit darf sofort abgelehnt werden.
  6. Antrag muss detailliert gestellt sein.
  7. 2-Jahres-Wartezeit nicht eingehalten.
  8. Es stehen betriebliche Gründe entgegen.

 

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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