Unbewusst eingesetzte Führungsinstrumente – die Schatteneminenz

Vorrangiges Ziel der Mitarbeiterführung ist es, die Leistungsmotivation der Arbeitnehmer zu steuern und zu verbessern und stellt damit ein wichtiges Unternehmensziel dar.

Kaum ein Thema wird so ausgiebig und so emotional in den Unternehmen diskutiert wie die vorherrschende Mitarbeiterführung und die dafür eingesetzten Führungsinstrumente. Leider führen die Diskussionen in den seltensten Fällen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Ganz gleich, ob der Vorgesetzte mit Mitarbeitern argumentiert oder wie so häufig Mitarbeiter mit Mitarbeiter über die im Unternehmen eingesetzten Führungsstile und -instrumente debattiert: Immer gibt es viel Kritik wie Mitarbeiter besser motiviert werden könnten.

Führungsinstrumente so unterschiedlich wie Ihre Mitarbeiter selbst

Ausnahmslos alle Führungsmittel aufzuzählen ist nahezu unmöglich. Denn jede bewusste und unbewusste Aktion von Vorgesetztem und Mitarbeiter können als Instrument zur Führung eingesetzt werden.

So wird beispielsweise häufig der objektiv bewertbare Bereich der Mitarbeiterführung gar nicht als Führungsinstrument empfunden. Hierzu gehören zum Beispiel Arbeitsentgelte, Erfolgsbeteiligungen, Sozialleistungen, Arbeitsbedingungen und die Personalauswahl.

Zugegeben, bei einigen Punkten muss man etwas um die Ecke denken, um den Bezug zur Führung zu bekommen: Doch nur passend ausgewähltes Personal kann materiell zufriedengestellt werden. Gute Arbeitsbedingungen hingegen kompensieren häufig geringere Vergütungen. So machen sich bspw. auch Start-ups dieses Führungsinstruments zunutze und sorgen mit außergewöhnlichen Arbeitsbedingungen dafür, dass qualifiziertes Personal zu ihnen kommt, ohne dass sie Spitzengehälter zahlen können.

Die klassischen Führungsinstrumente

Zu den klassischen  Führungsinstrumenten gehören alle immateriellen Maßnahmen, die motivierend wirken – von der Kommunikation, über die Form der Unterweisung, die Gestaltung der Zielvorgaben, die Kontrolle der Mitarbeiter, Lob und Anerkennung, aber auch Korrektur und Kritik in all ihren Ausprägungen.

So ist z.B. bereits die Art und Weise wie Vorgesetzte und Mitarbeiter miteinander kommunizieren, ein starkes Mittel der Führung. Wird grundsätzlich auf die schriftliche Kommunikation gesetzt, so legt der Vorgesetzte auf diesem Weg bereits ein deutlich anderes Führungsverhalten an den Tag, als wenn er seine Mitarbeiter grundsätzlich mündlich über Arbeitsanweisungen, Feedback etc. in Kenntnis setzt.

Hier liegt auch gerade die große Herausforderung im Einsatz von Führungsinstrumenten: Sie werden zu häufig unbewusst und wenig gesteuert eingesetzt und führen so häufig zu ungewollten Konflikten zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter.

Anders bei Feedbackrunden und Mitarbeitergesprächen: Hier bereiten sich beide Seiten gut vor und achten aktiv auf Ausdruck, Wortwahl und Reaktion ihres Gegenübers. So wichtig wie diese aktiv eingesetzten Führungsrunden sind, so stark werden doch die unbewussten Führungsinstrumente in ihrer Wirkung und ihren Konsequenzen unterschätzt.

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