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5 goldene Regeln, wie Sie in Ihrem Team eine konstruktive Fehlerkultur etablieren

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Von Günter Stein,

Das Wort „Fehler“ ist für viele Menschen von Kindesbeinen an mit einem negativen Vorzeichen behaftet. Fehler zu machen, bedeutet, schlechte Noten in der Schule, Versagen und vielleicht sogar die Häme der anderen. Später im Berufsleben werden Fehler häufig mit einer Standpauke vom Chef oder schlechten Beurteilungen geahndet. Diese Erfahrungen führen dazu, dass Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag Fehler unbedingt vermeiden wollen.

An sich ist dieses Bestreben wünschenswert. Denn jede Form von Qualitätsmanagement beinhaltet unter anderem, dass Fehlerquellen im Unternehmen reduziert werden. Allerdings kann sich zu viel Vorsicht im Team auch negativ auf die Leistungen der Mitarbeiter auswirken. Denn wer seine Hauptenergie darauf verwendet, keine Fehler zu machen, blockiert seine kreativen Energien.

Fehler können Vorboten von Lösungen sein

Wenn eine Sache misslingt, weiß man hinterher, dass die bisher angewandten Strategien, Konzepte oder Theorien nicht funktionieren. Manche Pädagogen nennen dieses Phänomen „negatives Wissen“. In der Zukunft verhindert es, dass man den gleichen Fehler wieder macht.
Das haben Studien zweifelsfrei bewiesen:
Unternehmen, die dem Lernen durch Fehler Raum geben, haben gute Marktchancen und eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Selbsterneuerung.

1. Leben Sie einen konstruktiven Umgang mit Fehlern vor

Das heißt: Ganz entscheidend dafür, wie Ihre Mitarbeiter in Zukunft mit ihren eigenen Fehlern umgehen, ist Ihr Verhalten als Führungskraft, wenn Sie selbst einen Fehler gemacht haben.
Natürlich: Auch als Führungskraft stehen Sie in gewisser Weise unter Druck von oben und sind in die Fehlerkultur Ihres Unternehmens eingebunden. Womöglich müssen auch Sie befürchten, von Ihren Vorgesetzten sehr negatives Feedback zu bekommen, falls Sie einen Fehler machen. Trotzdem sollten Sie versuchen, diesen Druck nicht eins zu eins an Ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Konkret:
Stehen Sie dazu, wenn Sie einen Fehler gemacht haben, und schieben Sie den Fehler unter keinen Umständen auf Mitarbeiter oder die Umstände. Analysieren Sie die Fehlerursache, und bestimmen Sie sofort Maßnahmen, wie Sie den Fehler in Zukunft vermeiden können

2. Nehmen Sie Ihren Mitarbeitern, so gut es geht, die Angst vor Fehlern

Egal, welche generelle Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen herrscht, versuchen Sie innerhalb Ihres Teams, offen und konstruktiv mit Fehlern umzugehen. Vertreten Sie die Haltung: Wo Menschen arbeiten, werden auch Fehler gemacht. Das heißt natürlich nicht, dass Sie Ihren Mitarbeitern einen Freibrief für schlampiges Arbeiten geben. Sorgfalt und Qualitätsmanagement müssen ganz hohe Priorität haben für Ihre Mitarbeiter. Trotzdem ist ein Fehler nie ganz auszuschließen, und unter Umständen eröffnet er sogar einen ganz neuen Blickwinkel auf eine bessere Lösung.
Nehmen Sie den Fehlerbericht eines Mitarbeiters erst einmal neutral hin. Betrachten Sie gemeinsam mit Ihrem Mitarbeiter die positive Seite des Fehlers – als Chance, sich zu verbessern. Finden Sie gemeinsam die Fehlerursache, und löschen Sie sie ein für alle Mal durch geeignete Maßnahmen aus. Mit dieser Haltung erreichen Sie, dass Ihre Mitarbeiter Fehler nicht vertuschen, sondern konstruktiv an ihrer Beseitigung arbeiten.

3. Lassen Sie keine Schuldzuweisungen zu

Schreiten Sie sofort ein, wenn ein Mitarbeiter einen Fehler, der in seinem Verantwortungsbereich passiert ist, auf eine andere Person schieben will. Jeder ist für seinen Bereich verantwortlich und muss auch dafür geradestehen. Es geht nicht darum, Ihren Mitarbeiter als Schuldigen hinzustellen, sondern darum, den gemachten Fehler zu akzeptieren und schnellstmöglich eine Lösung zu finden.

4. Unterbinden Sie Rechtfertigungen

Unterbrechen Sie ausschweifende Erklärungen Ihres Mitarbeiters, mit denen er den Fehler entschuldigen will, weil ungünstige äußere Einflüsse im Spiel waren.

5. Zeigen Sie keine Toleranz, wenn ein Fehler vertuscht wird

Nicht akzeptieren dürfen Sie es, wenn ein Mitarbeiter versucht, seinen Fehler zu verschleiern. Ein solches Verhalten ist zum einen menschlich nicht vertretbar und gefährdet zum anderen das Gesamtergebnis des Teams, weil sich so Fehlerketten bilden können.
Tipp: Stellen Sie klar, dass der Fehler an sich nicht das Problem darstellt – der Versuch des Vertuschens dagegen schon. Jetzt dürfen Sie gegenüber Mitarbeitern auch Druck ausüben. Betonen Sie, dass Sie ein solches Verhalten in Ihrem Team nicht dulden und im Wiederholungsfall arbeitsrechtlich ahnden werden.
Fazit:
Je weniger Angst Ihre Mitarbeiter haben, ein Fehler könnte ihrer Karriere schaden, desto freier und kreativer können sie arbeiten. Eine positive und konstruktive Fehlerkultur in Ihrem Team wirkt deshalb innovations- und leistungsfördernd.

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