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Mitarbeiterführung: Die 4 häufigsten Konflikte mit eigenen Vorgesetzten

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Auch mit Ihrem eigenen Vorgesetzten läuft wahrscheinlich nicht immer alles reibungslos.

Allerdings müssen Sie bei Konflikten mit Chefs alle Register Ihres diplomatischen Könnens ziehen, wenn Sie etwas erreichen wollen.

Mitarbeiterfphrung: Wenn Ihr Chef ständig mit neuen Ideen ankommt

Ein kreativer Chef kann ein Segen sein, denn meist ist er auch offen für Ihre Ideen. Problematisch wird es, wenn er Ihnen ständig neue Ideen präsentiert, die Sie mit Ihrem Team umsetzen sollen, obwohl Sie die vorangehende noch nicht zu Ende führen konnten, nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“

So handeln Sie in dieser immer wiederkehrenden Konfliktsituation: Setzen Sie Prioritäten. Übernehmen Sie die Verantwortung und filtern Sie die Ideen Ihres Chefs heraus, die Ihnen tragfähig scheinen. Suchen Sie Argumente, die diese Ideen stützen, und treiben Sie diese nach vorn. Indem Sie sich auf die guten Ideen konzentrieren, gehen die schlechten unter. Sitzen Sie die schlechten Ideen aus und lehnen Sie sie nicht strikt ab. Das wäre ungeschickt. Viele werden sich mit der Zeit von selbst erledigen. Warten Sie ab, ob er die Idee nicht schnell durch eine andere ersetzt oder sie von anderer Stelle abgelehnt wird.

Argumentieren Sie sachlich: Wenn er beharrlich an einer Idee festhält, die Sie für undurchführbar oder verfrüht halten, führen Sie Sachargumente auf. Nutzen Sie diese aber nicht als Gegenargumente, sondern lediglich als zusätzliche Daten und Fakten:

  1. Führen Sie ihm die konkreten Folgen und Kosten vor Augen.
  2. Verdeutlichen Sie ihm die Einzelheiten der Umsetzung.
  3. Skizzieren Sie ihm den Zeitrahmen.

Helfen Sie ihm, sein Gesicht zu wahren. Wenn Sie spüren, dass Sie ihn von der Undurchführbarkeit der Idee überzeugt haben, dann sagen Sie z. B.: „Ich finde die Idee sehr gut. Nur denke ich, dass im Augenblick nicht der geeignete Zeitpunkt dafür ist. Wir sollten in 2 Monaten noch einmal konkret an die Sache herangehen.“ Bis dahin hat er sie sicher längst vergessen. Beziehen Sie Position, wenn Ihr Chef eine „schlechte Idee“ um jeden Preis durchdrücken will. Äußern Sie dann Ihre sachlichen Bedenken. Am besten legen Sie Ihre Gedanken dazu anhand von Daten und Fakten schriftlich dar. So kann Ihnen hinterher niemand vorwerfen, Sie hätten die Angelegenheit nicht realistisch betrachtet.

Mitarbeiterführung: Wenn Ihr Chef seine Zusagen nicht einhält

Vorgesetzte, die leere Versprechungen machen, also ihre Zusagen nicht einhalten, verlieren das Vertrauen ihrer Mitarbeiter. Wenn Ihr Chef diese Verhaltensweise zeigt, verursacht er automatisch schwere Konflikte mit Ihnen.

So gehen Sie diesen Konflikt an: Vermeiden Sie Missverständnisse und sichern Sie sich ab. Unterscheiden Sie, ob Ihr Vorgesetzter etwas vage in Aussicht stellt oder eine feste Zusage macht. Wenn eine Zusage Ihres Chefs für Ihre weiteren Entscheidungen sehr wichtig ist, dann schreiben Sie ihm eine Bestätigungsmail oder legen Sie ihm die Vereinbarung in einer kurzen Notiz auf den Schreibtisch. Skizzieren Sie, welche Schritte Sie aufgrund dieser Zusage einleiten werden. So sichern Sie sich ab. Zeigen Sie Verständnis, aber verlangen Sie die Wahrheit. Manchmal ändern sich die Rahmenbedingungen und unvorhergesehene Umstände treten ein. Dann kann er seine Zusage nicht einhalten. Das kennen Sie aus eigener Erfahrung als Führungskraft. Es geht aber nicht, dass er eine Zusage stillschweigend nicht einhält oder sie einfach verleugnet. Eine Begründung für seinen Wortbruch können Sie erwarten. Fordern Sie eine Erklärung und die wahren Hintergründe für den Rückzieher von ihm ein.

Kritisieren Sie ihn sachlich, aber nicht persönlich. Wenn Sie feststellen müssen, dass er Zusagen einfach macht, um Ihnen und dem Team in einer schwierigen Situation den Wind aus den Segeln zu nehmen, sein Versprechen dann aber schnell vergisst, müssen Sie das ansprechen. Greifen Sie ihn nicht persönlich an, sondern verdeutlichen Sie ihm die Konsequenzen seines Verhaltens, z. B.: „Ich habe Ihre Entscheidung 1 :1 an mein Team weitergegeben. Meine Leute haben sich auf meine Aussage verlassen. Jetzt kann ich mein Versprechen nicht halten. Mir ist es aber sehr wichtig, dass meine Mitarbeiter das Vertrauen in mich und die Unternehmensleitung im Allgemeinen bewahren. Ich bitte Sie, mich kein zweites Mal in eine solche Situation zu bringen.“

Mitarbeiterführung: Wenn Ihr Chef Sie ungerechtfertigt kritisiert

So gehen Sie mit der Situation um, falls Ihr Chef diesen Fehler bei Ihnen begeht: Versuchen Sie Abstand zu gewinnen. Lassen Sie Ihre Emotionen erst einmal abflauen und fragen Sie sich in einer ruhigeren Minute, ob die Kritik wirklich so massiv war, wie Sie sie empfunden haben. Überlegen Sie: Auch Ihr Vorgesetzter steht erheblich unter Erfolgsdruck. Vielleicht hat er – was keine glanzvolle Führungsleistung, aber sicher menschlich ist – in diesem Moment gerade etwas überreagiert, weil er Dampf ablassen musste. Wenn Sie dagegen feststellen müssen, dass sich die ungerechte Kritik Ihnen gegenüber häuft, steht ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Chef an. Bringen Sie die Kritikpunkte noch einmal auf den Tisch und räumen Sie sie mit Hilfe von Daten und Fakten sachlich aus.

Mitarbeiterführung: Zeigen Sie Selbstbewusstsein, wenn Ihr Chef Macht demonstriert

Manche Chefs machen es sich zur Gewohnheit, ihre Mitarbeiter regelmäßig runterzuputzen, nur um die Rangordnung immer wieder klarzustellen. Nehmen Sie so einen Angriff nicht persönlich, behalten Sie die Nerven und solidarisieren Sie sich mit Ihren Kollegen.

Beherzigen Sie folgende Regeln:

  1. Halten Sie Augenkontakt, wenn er seine Kritik vom Stapel lässt. Senken Sie Ihren Blick nicht und gehen Sie nicht in die Defensive, indem Sie eine Reihe von Rechtfertigungen aufzählen. Das will er nur erreichen.
  2. Verteidigen Sie sich also nicht. Er wird in diesem Moment kein Argument gelten und Sie nicht ausreden lassen. Warten Sie ab, bis er fertig ist. Machen Sie sich Notizen. Antworten Sie dann sachlich und in Ruhe oder bieten Sie ihm an, die von ihm genannten Punkte genau zu prüfen und am nächsten Tag mit ihm darüber zu sprechen.
  3. Verlassen Sie den Raum, wenn er beleidigend wird. Das müssen Sie sich auf keinen Fall bieten lassen. Bieten Sie ihm an, gern weiter mit ihm ein Gespräch zu führen, wenn seine Kritik dann sachlich und lösungsorientiert ausfällt.

 

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