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Mitarbeiterführung: Mitarbeiterfotos auf der Homepage - Ohne Einverständnis geht’s nicht

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Von Günter Stein,

Die Frage: Wir zeigen auf der Homepage unseres Unternehmens auch verschiedene „Arbeitssituationen“. Obwohl die Mitarbeiter die Aufnahmen ja mitbekommen haben und niemand widersprochen hat, gibt es nun zwei Mitarbeiter, die sich dagegen beschweren, dass wir Fotos im Internet zeigen, auf denen sie zu sehen sind.

Müssen wir diese Beschwerden ernst nehmen?

Mitarbeiterführung: Unternehmen stellte Fotos von Mitarbeitern online

Die Antwort: Ja. Die Antwort ergibt sich aus einem aktuellen Urteil, dem folgender Fall zugrunde liegt. Ein Unternehmen hatte auf seiner Homepage auch Fotos einzelner Arbeitsplätze eingestellt. Auf einer Aufnahme war eine kaufmännische Angestellte am Schreibtisch sitzend und telefonierend abgebildet. Mehr als 5 Monate, nachdem genau jene Arbeitnehmerin aus dem Unternehmen ausgeschieden war, verlangte diese plötzlich Schmerzensgeld wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts. Der Arbeitgeber entfernte daraufhin sofort das Foto von der Homepage und wendete ein, die Mitarbeiterin habe zuvor zu keiner Zeit der ihr bekannten Verwendung des Fotos widersprochen.

Mitarbeiterführung: Kein Schmerzensgeldanspruch der Mitarbeiterin

Zwar sah das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln keine Grundlage für einen Schmerzensgeldanspruch der Angestellten: Solange diese nichts Gegenteiliges erklärt hatte, durfte der Arbeitgeber auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses weiter vom Einverständnis zur Bildveröffentlichung ausgehen (LAG Köln, Beschluss vom 10.07.2009, Az.: 7 Ta 126/09).

ABER: Den Arbeitgeber „gerettet“ hat die Tatsache, dass er eine Einwilligung der Arbeitnehmerin zu deren „aktiven“ Zeit im Unternehmen eingeholt hatte. Aus gutem Grund: Als Arbeitgeber sind Sie gehalten, das Persönlichkeitsrecht Ihrer Arbeitnehmer, insbesondere also deren Privat- und Eigensphäre, zu respektieren. Hierzu gehört es auch, Fotos von Mitarbeitern nicht ohne deren Einwilligung zu veröffentlichen, egal ob zu Werbezwecken oder für den Internetauftritt Ihrer Firma.

Mitarbeiterführung: Zahlen Sie für Fotos eine zusätzliche Entlohnung

Um Unterlassungs- oder Schmerzensgeldansprüchen sicher aus dem Weg zu gehen, sollten Sie deshalb:

  • den Arbeitnehmer von der beabsichtigten Verwendung seines Fotos (z. B. Werbung, Homepage) unterrichten und
  • dessen Einwilligung zur entsprechenden Veröffentlichung einholen.

Tipp: Zahlen Sie dem Mitarbeiter für das „Fotografieren“ eine zusätzliche Entlohnung. Dann gilt im Zweifel auch die Einwilligung in die Veröffentlichung des Bildes als erteilt (§ 22 Kunsturhebergesetz).

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