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Mitarbeiterführung: So führen Sie Ihre Mitarbeiter richtig

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Als Arbeitgeber haben Sie sicher schon die unterschiedlichsten Mitarbeitertypen kennen gelernt. Auf den ersten Blick können Sie den einen vielleicht an der langen Leine laufen lassen, den anderen hingegen müssen Sie eng führen. Aber stimmt das wirklich? Oder ist es nicht vielleicht besser, bei der Mitarbeiterführung grundsätzlich nur einem Stil zu folgen? Wir geben Ihnen hierzu einige Hinweise.

Setzen Sie nicht auf Trends

Wie in der Mode oder bei der Ernährung lassen sich auch im Bereich der Mitarbeiterführung immer wieder Trends oder Modeerscheinungen ausmachen:

Erst setzte man auf den hierarchischen Führungsstil, dann auf den kooperativen, später auf den coachenden Stil. Mittlerweile ist in den Führungsebenen meist eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ Standard.

Sie sollten sich aber nicht nur an solchen Modeerscheinungen orientieren, sondern eher daran

  • wie der Großteil Ihrer Mitarbeiter „tickt“,
  • welcher Führungstyp Sie selbst sind und
  • in welcher Situation Ihr Unternehmen gerade steckt.

Autoritär in Krisenzeiten

Müssen Sie – wie in Krisenzeiten – die Zügel in der Hand behalten oder kommt es auf unpopuläre, oft harte Entscheidungen an, dann kann der viel gescholtene autoritäre Stil durchaus einmal der richtige sein – selbst wenn er für ruhigere Geschäftszeiten (die bei Ihnen dann gerade aber nicht vorliegen) als überholt gilt. Hintergrund für diesen Stil ist, dass Sie in Krisenzeiten oft keine Zeit und nur wenig Handlungsspielraum haben.

Achtung! Unabhängig von der Situation des Unternehmens neigen manche Vorgesetzte schon dann (und nur deshalb) zu einem autoritären Führungsstil, wenn sie es mit schwierigen Mitarbeitern zu tun haben.

Der Grund hierfür ist einfach: Befehle zu geben und Gehorsam zu fordern ist immer einfacher und schneller, als sich zunächst mit der Frage zu befassen, warum ein bestimmter Mitarbeiter vielleicht so schwierig ist. Vielleicht ist er ja nur überlastet oder unterfordert? Vielleicht denkt er auch einfach „nur“ mit und hat andere Lösungsideen?

Hier ist eine autoritäre Mitarbeiterführung also vollkommen unangebracht – zumindest solange keine ernsthaften Bemühungen unternommen wurden, den Ursachen wirklich auf den Grund zu gehen.

Ganz abgesehen davon: Ein Chef, der nur Befehle gibt und verlangt, dass alle widerspruchslos parieren, fördert nicht gerade das Betriebsklima!

Autoritativer Führungsstil motiviert

Für „normale“ Geschäftszeiten ist der sogenannte autoritative Führungsstil geeignet. Fordern und Fördern lautet dabei die Devise.

Sie verlangen Ihren Mitarbeitern hiermit zwar viel ab, belohnen Sie aber gleichzeitig, etwa durch Schulungen, Prämien und Sonderleistungen.

Affiliativ bei schwer Belasteten

Sogenannte affiliative Führer hingegen schielen nicht so sehr auf die Leistung selbst, sondern mehr auf die Menschen, die die Leistungen erbringen (sollen). Das Ganze lässt sich etwa unter dem Schlagwort „Unternehmen als Familie“ umschreiben.

Diese Methode der Mitarbeiterführung kommt besonders bei solchen Mitarbeitern an, die unter schwierigen und belastenden Bedingungen arbeiten. Auch Wissens- und Kreativarbeiter springen gern auf diesen Stil an; mit bevormundender Führung lassen sie sich ohnehin kaum steuern.

Leistungsorientierung bei Teams

Das Gegenteil des affiliativen Stils ist die leistungsorientierte Mitarbeiterführung.

Sie bietet sich besonders dann an, wenn es auf die Ergebnisse ankommt. Und das wiederum gilt, wenn Sie vornehmlich auf Teamarbeit setzen oder es mit hoch motivierten Mitarbeitern zu tun haben.

Sie dürfen die Messlatte allerdings auch nicht zu hoch hängen. Denn erreichen Ihre Mitarbeiter das gesteckte Ziel dann nicht, kann die Motivation schnell in Frustration umschlagen.

Passen Sie sich an

Viele Führungskräfte beherrschen nur einen einzigen Stil. Da Ihre Mitarbeiter aber nicht alle gleich sind, dürfte es immer sinnvoll sein, verschiedene Führungsstile anzuwenden: Bei Ihren Leistungsträgern, die hoch motiviert quasi von selbst arbeiten, eignet sich der affiliative Führungsstil.

Haben Sie auch Mitarbeiter, die die Zügel schleifen lassen, wenn Sie nicht hinterher sind, ist bei diesen eher ein autoritativer Stil angebracht.

Fazit: Einen Einheitsstil in Sachen Mitarbeiterführung gibt es nicht; vielmehr sind Flexibilität und Sensibilität angebracht, damit jeder Mitarbeiter das an Führung bekommt, was er benötigt.

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