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Mitarbeiterführung: Wie Sie mit Konflikten positiv umgehen

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Konflikte während der Ausbildung gibt es immer wieder. Im Grunde ist das auch gut so. Denn zur Vorbereitung auf das Berufsleben gehört es auch, den angemessenen Umgang mit Konfliktsituationen durch Erfahrungen einzuüben. Vor allem sollte der Auszubildende dabei erkennen: Aussitzen löst nur in den seltensten Fällen einen Konflikt.

In der Regel muss eine Konfliktlösung aktiv angegangen werden. Und genau das gilt auch für Sie als Ausbilder. Leider kommt es vor, dass Auszubildende unter Konflikten leiden, aber nicht mit Ihnen als Ausbilder oder Ausbildungsverantwortlichem darüber sprechen. Dabei könnte Angst eine Rolle spielen, dass sich die Konfliktsituation verschärft, weil man plötzlich als Verräter oder „Petze“ dasteht. Mögliche Devise: Lieber nichts sagen und abwarten, bis dieser grauenhafte Ausbildungsabschnitt vorüber ist.

Verhaltensweisen, die auf Konflikte hindeuten

Wenn Sie als Ausbilder stets ein waches Auge auf „Ihren“ Azubi werfen, dann werden Ihnen entsprechende Verhaltensweisen, die auf Konflikte hindeuten, sicher auffallen:

  • Der Azubi spricht deutlich weniger und verhält sich insgesamt verschlossener als bisher.
  • Gesichtsausdruck, Körperhaltung und ggf. auch die Arbeitseinstellung verraten: Hier arbeitet der Azubi im Moment nicht gern.
  • Möglicherweise bekommen Sie selbst mit – oder es wird Ihnen davon berichtet –, dass über den Azubi schlecht geredet wird.
  • Der Auszubildende fehlt häufiger wegen Krankheit.

Ist noch nicht erwiesen, ob wirklich ein innerbetrieblicher Konflikt der Auslöser ist, dann holen Sie sich die Bestätigung von Dritten. Haben andere Auszubildende etwas mitbekommen? Hat der Betriebsrat bzw. die Jugend- und Auszubildendenvertretung etwas vernommen, was auf einen Konflikt hindeutet? Wie verhält es sich mit den unmittelbaren Kollegen? Können sie etwas zur Ausbildungsatmosphäre sagen? Möglicherweise erreichen Sie so bereits die „Konfliktgegner“ und können sich aus den unterschiedlichen Aussagen ein Puzzle zusammensetzen.

Die Macht des Wortes nutzen und Ausbilderqualitäten zeigen

Stellt sich heraus, dass es sich um einen Konflikt handelt, von dem Ihr Azubi betroffen ist, sollten Sie unbedingt aktiv werden. Ansonsten müssen Sie davon ausgehen, dass der Konflikt weiterschwelt und unter Umständen durch einen kleinen Auslöser eskaliert. Suchen Sie daher das Gespräch mit allen Beteiligten. Wichtig ist, dass beide Seiten (getrennt voneinander) zu Wort kommen und die Konfliktsituation aus ihrer Sicht schildern. Hören Sie dabei genau hin und machen Sie sich ggf. Notizen. So werden Sie genau herausarbeiten können, wo es tatsächlich eine Meinungsverschiedenheit gibt. Häufig handelt es sich um eine Kleinigkeit, an der sich der Konflikt entzündet hat. Leider lassen sich die kleinen Meinungsverschiedenheiten nicht immer ausräumen. Sie als Ausbilder waren (in der Regel) nicht dabei. Sie haben natürlich eine Meinung zum Fall entwickelt. Diese sollten Sie aber nicht einbringen, solange Aussage gegen Aussage steht. Entwickeln Sie vielmehr zusammen mit den Beteiligten (möglicherweise diesmal gemeinsam) einen Plan, wie in ähnlichen Situationen künftig zu verfahren ist.

Eine solche Vorgehensweise hat folgende Vorteile:

  • Sie zeigen, dass Sie als Ausbilder stets an Lösungen interessiert sind. Das kann dazu führen, dass Sie beim nächsten Mal schneller involviert werden und der Konflikt sich nicht ganz so hochschaukelt.
  • Sie machen aber auch klar, dass es Grenzen gibt und Regeln, an die man sich halten muss. Das gilt vor allem für denjenigen, der den Konflikt verursacht hat – möglicherweise aber auch für beide.
  • Den „Streithähnen“ wird klar, dass sie nunmehr im Fokus Ihrer Beobachtungen stehen. Denn Sie haben gezeigt, dass es Ihnen nicht egal ist, was zwischenmenschlich im Rahmen der Ausbildung passiert.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass der Konflikt nach Ihren Gesprächen noch eskaliert, ist sehr gering. Zumindest dürften Sie als Ausbilder noch rechtzeitig Anzeichen dafür erkennen und können ggf. eine vorzeitige Trennung durch Umstellung des Ausbildungsplans erwirken.

Tipp: Legen Sie die Messlatte für Ihren Erfolg nicht zu hoch. Wenn es im entsprechenden Ausbildungsabschnitt noch zu einer gewissen kühlen, aber respektvollen Normalität kommt, dann haben Sie viel erreicht. Freunde können auch Sie aus den Kontrahenten in der Regel nicht mehr machen.

Aber auch das lernt der Azubi: Mit manchen Kollegen kommt man besser und mit manchen schlechter zu Recht. Mit beiden „Typen“ muss man aber eine Basis für eine Zusammenarbeit finden.

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