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So halten Sie Ihre besten Azubis im Unternehmen

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Von Günter Stein,

Wenn der Ausbildungsbetrieb zum Ende der Ausbildung entscheidet „den übernehme ich, den übernehme ich nicht“, schaut er in angespannte Azubi-Gesichter. Zumindest war das früher so. Heute trifft das nur noch selten zu und morgen möglicherweise kaum noch.

Denn: Die Entscheidung, wo nach der Ausbildung gearbeitet wird, treffen zunehmend die ehemaligen Auszubildenden selbst. Das gilt vor allem für die leistungsstarken Auszubildenden, zu deren Gunsten sich der Arbeitsmarkt gerade dreht. Sie haben gute Aussichten auf Erfolg, wenn Sie sich zum Ende der Ausbildung für eine Bewerbung bei der Konkurrenz entscheiden. Möglicherweise werden sie auch im privaten Umfeld angesprochen, im Sportverein oder über Kontakte der Eltern. Im Handumdrehen führt das zu weiteren Stellenangeboten, und der von Ihnen ausgebildete Nachwuchs ist nicht mehr an Bord.

Welche Nachteile es hat, einen Azubi nach der Ausbildung nicht zu übernehmen

Nach der kostspieligen Ausbildung wäre das natürlich eine unerfreuliche Entwicklung – auch für Sie als Ausbilder. Haben Sie die Planung Ihrer Ausbildung nicht ganz bewusst auf die Beschäftigungssituation im Betrieb abgestimmt? Der Weggang eines möglichen Leistungsträgers reißt nun ein tiefes Loch in die Personalplanung. Dieses zu stopfen, kann teuer werden. Wenn Sie nämlich die Fachkraft „draußen“ einkaufen, hat das 4 Nachteile:

  1. Aufgrund von Kündigungsfristen müssen Sie möglicherweise ziemlich lange warten, bis Sie die offene Stelle besetzen können.
  2. Das Risiko einer Fehlbesetzung steigt. Bei einer Azubi-Übernahme bleibt dies recht gering.
  3. Der „Neue“ kennt das Unternehmen noch nicht. Er muss auch in dieser Hinsicht eingearbeitet werden. Der Ex-Azubi kennt sein Ausbildungsunternehmen dagegen bestens.
  4. Der Einkauf auf dem Arbeitsmarkt kann in Zeiten des Fachkräftemangels ziemlich teuer werden. Bewerber sind in einer starken Verhandlungsposition.

 

So stellen Sie die Übernahme Ihrer Azubis nach der Ausbildung sicher

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Top-Azubis gar nicht erst auf die Idee kommen, sich zum Ende der Ausbildung wegzubewerben. Mit den folgenden 5 Maßnahmen wird Ihnen das gelingen.

  1. Als Top-Arbeitgeber in Erscheinung treten: Präsentieren Sie sich von Beginn an nicht nur als guter Ausbildungsbetrieb, sondern auch als Top-Arbeitgeber. Machen Sie schon in den Azubi-Vorstellungsgesprächen deutlich, dass Sie mit Ihren Azubis langfristige Pläne haben.
  2. Karriere-Beispiele öffentlich machen: "Karriere mit Lehre" sollte nicht nur eine Floskel sein, sondern tatsächlich gelebt werden. Wenn es bei Ihnen im Unternehmen entsprechende Karriere-Beispiele nach einer Berufsausbildung im dualen System gibt, dann halten Sie damit nicht hinterm Berg. Sorgen Sie dafür, dass die besten Azubis zeitweise in deren Nähe arbeiten können, und die Verantwortung dieser Kollegen bzw. Vorgesetzten spüren. Möglicherweise können Sie entsprechende Kollegen auch „einweihen“ und bewusst um Unterstützung bitten.
  3. Identifikation mit dem Ausbildungsbetrieb fördern: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Azubis sich tatsächlich mit dem Ausbildungsbetrieb identifizieren können. Die Mittel hierzu sind vielfältig: gemeinsame Ausflüge und Feiern, Anvertrauen von Daten (die nicht jeder wissen darf), eigene Visitenkarten, Azubi-Wettbewerbe und erhebliche Vergünstigungen für die Produkte des Unternehmens sind erfolgversprechende Beispiele. Je höher die Identifikation mit dem Ausbildungsbetrieb ist, desto eher wird der ehemalige Azubi „nein“ sagen können, wenn ihm die – möglicherweise besser zahlende – Konkurrenz einen Vertrag anbietet.
  4. In Gremien integrieren: Es spricht nichts dagegen, Auszubildende bereits in Arbeitsgruppen zu integrieren, die Vorschläge erarbeiten und/oder Entscheidungen treffen. Hier lernen Azubis, in der Gruppe zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und mit anderen interessanten Kollegen umzugehen. All das bindet sie fester an ihr Unternehmen.
  5. Perspektiven eröffnen: Ihre Top-Azubis werden möglicherweise auch Wünsche für die Zeit nach der Ausbildung äußern. Akzeptieren Sie das als Lauf der Dinge, solange diese Wünsche in angemessener Art und Weise vorgetragen werden. Versuchen Sie darauf einzugehen, machen Sie aber auch selbst Vorschläge, was Sie sich für den jeweiligen Azubi vorgestellt haben. Möglicherweise gefällt ihm Ihre Idee noch besser. Diskutieren Sie darüber offen, ohne zu verschweigen, dass alle Vorschläge natürlich mit der Personalplanung in Einklang zu bringen sind. Das Wichtigste ist: Ihr Azubi sieht eine Perspektive, die er mit Ihrem Unternehmen verbindet.

Also: Begeistern und halten Sie! In 2011 wird’s knapp mit den Fachkräften.

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