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Wie Sie bei Pflichtverstößen Ihrer Auszubildenden in 3 Schritten reagieren

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Auszubildender Fehlverhalten Reaktion

Von Günter Stein,

Wenn sich Auszubildende ein gravierendes Fehlverhalten zuschulden kommen lassen, müssen Sie als Arbeitgeber reagieren. Doch bei Azubis gelten Besonderheiten. Sie können nicht denselben Maßstab ansetzen wie bei anderen Mitarbeitern. Gehen Sie deshalb in den folgenden 3 Schritten vor:Achtung:Es gibt aber auch Ausnahmefälle:Wichtiger Hinweis!

1. Schritt: Sofort das Personalgespräch suchen

Unmittelbar nach dem erkannten Fehlverhalten des Auszubildenden sollten Sie ein Personalgespräch suchen. Klären Sie gemeinsam mit dem Auszubildenden den Sachverhalt. Dokumentieren Sie den Inhalt des Gesprächs in einer Protokollnotiz und lassen Sie diese vom Auszubildenden unterzeichnen. Legen Sie diese Protokollnotiz in der Personalakte des Auszubildenden ab.

2. Schritt: Im Wiederholungsfall folgt eine Ermahnung

Im nächsten Schritt sollten Sie bei jungen Auszubildenden ein klares Signal setzen. Bei einem eindeutigen, aber leichteren Fehlverhalten oder Pflichtverstoß ist eine Ermahnung oft der richtige Schritt.

3. Schritt: Jetzt folgt die Abmahnung

Eine Abmahnung ist nötig, wenn Ihr Auszubildender einen wirklich schwerwiegenden Pflichtverstoß begangen oder wiederholt eine bestimmte Pflicht aus dem Ausbildungsverhältnis verletzt hat. Sie ist die „gelbe Karte“ im Berufsausbildungsverhältnis. Abmahnung ist der Ausdruck der Missbilligung eines Verhaltens unter Androhung von Rechtsfolgen für die Zukunft, falls das Verhalten nicht geändert wird.

Die Abmahnung soll Ihrem Auszubildenden Gelegenheit geben, sein Fehlverhalten einzusehen und zu korrigieren.

Achtung:

Verstößt der Auszubildende gegen die betriebliche Ordnung oder verletzt er den Vertrauensbereich, ist auch hier grundsätzlich vor einer fristlosen Kündigung eine Abmahnung erforderlich. Bei Verstößen im Vertrauensbereich ist eine Abmahnung nur möglich, wenn das Verhalten steuerbar ist, das heißt, wenn Ihr Auszubildender die Möglichkeit hat, sein Verhalten zu ändern.

Es gibt aber auch Ausnahmefälle:

Auf eine Abmahnung dürfen Sie dann verzichten, wenn

  • sie weder möglich noch zumutbar ist,
  • sie keinen Erfolg verspricht oder
  • die Pflichtverletzung das Berufsausbildungsverhältnis grundlegend erschüttert.

Ihre Abmahnung gegenüber einem Auszubildenden sollte in jedem Fall bestimmte Inhalte aufweisen:

  • eine exakte Beschreibung des Sachverhalts mit genauen Datums- und Zeitangaben,
  • die Benennung eventueller Zeugen des Vorfalls oder Angaben zu den Beweisstücken,
  • eine präzise Bezeichnung des gerügten Fehlverhaltens, _ die unmissverständliche Aufforderung, dieses Verhalten künftig zu unterlassen, und
  • die eindeutige Androhung der Folgen, das heißt Kündigung aus wichtigem Grund, falls sich das Fehlverhalten wiederholt.

Wichtiger Hinweis!

Sie sollten sich genau überlegen, wie Sie die Abmahnung formulieren. Stellen Sie auch eindeutig klar, dass es sich um eine Abmahnung handelt. Ein bloßer Hinweis, eine Rüge, eine Verwarnung oder ein Verweis sind keine Abmahnung.

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