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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Kündigung: Wann müssen Sie eine Abfindung zahlen?

 

Von Günter Stein,

„Bei Kündigungen ist eine Abfindung zu zahlen.“ Das ist falsch. Aber dieser Irrtum ist in Deutschlands Betrieben so verbreitet, wie das Unkraut zwischen Gehwegplatten.

Müssen Sie bei jeder Kündigung eine Abfindung zahlen?

Der weit verbreitete Irrtum, dass nach jeder Kündigung eine Abfindung gezahlt werden muss, ist falsch!

Nach dem Ausspruch einer Kündigung muss der Arbeitgeber im Regelfall nichts zahlen. Das ist aber nicht der Normalfall. Denn in der Praxis zahlen Arbeitgeber eben doch sehr häufig Abfindungen. Was stimmt nun also?

Wann muss der Arbeitgeber eine Abfindung zahlen?

Nach dem Ausspruch einer Kündigung muss der Arbeitgeber eine Abfindung insbesondere in folgenden Fällen zahlen:

  • Ein Sozialplan sieht eine Abfindung vor.
  • Ein Tarifvertrag regelt den Abfindungsanspruch.
  • Das Arbeitsgericht löst das Arbeitsverhältnis auf Antrag eines leitenden Angestellten auf.
  • Das Arbeitsgericht löst das Arbeitsverhältnis auf Antrag des Arbeitnehmers wegen Unzumutbarkeit auf.

In fast allen anderen Fällen muss der Arbeitgeber nach der Kündigung keine Abfindung zahlen, und zwar keinen einzigen Euro. Warum geschieht dies in der Praxis dann aber doch so häufig?

Kündigung: Wieso zahlen Arbeitgeber die Abfindung freiwillig?

Nach dem Ausspruch der Kündigung beginnt bei den meisten Arbeitgebern das Zittern. Denn gestritten wird vor dem Arbeitsgericht nicht um die Abfindung, sondern um die Rechtmäßigkeit der Kündigung.

Verliert der Arbeitgeber den Prozess:

  • Das Arbeitsverhältnis wird mit dem unliebsam gewordenen Arbeitnehmer fortgesetzt. 
  • Der Arbeitgeber muss in der Regel das gesamte Gehalt rückwirkend nachzahlen.

Finanziell gesehen ist dies häufig eine kleine Katastrophe. Des Weiteren ist auch der Gesichtsverlust nach einem verlorenen Kündigungsschutzverfahren sehr unangenehm. Innerbetriebliche Werbung sieht jedenfalls anders aus.

Abfindung als Maßnahme gegen den Kündigungsschutzprozess

Der Kündigungsschutzprozess ist für Sie als Arbeitgeber also riskant. Und dieses Risiko des Prozessverlustes ist für viele Arbeitgeber der Antrieb, über eine Abfindung zu verhandeln. Die Abfindung ist damit das Entgelt für das vermiedene Prozessrisiko.

Tipp: Prüfen Sie schon vor dem Ausspruch der Kündigung, wie hoch das Risiko eines Prozessverlustes für Sie ist.

Für Ihr Unternehmen sind Abfindungszahlungen eine wirksame Maßnahme, um Beschäftigungsverhältnisse unkündbarer Mitarbeiter doch aufzulösen oder das Risiko des Kündigungsschutzprozesses zu senken. Die steuer- und beitragsrechtliche Seite, mit der Sie sich in solchen Fällen beschäftigen müssen, hat es bei diesen Leistungen allerdings in sich. Sichern Sie sich jetzt den Gratis-Download: "Abfindung", der Ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie Sie Abfindungen betriebsprüfungssicher abrechnen.

Kündigung: Die Höhe der Abfindung

Die Höhe der Abfindung hängt davon ab:

  • wie hoch das Risiko für den Arbeitgeber ist.
  • wie stark Ihr Arbeitnehmer von der Kündigung betroffen ist.

Nach dem Zugang der Kündigung verlieren die betroffenen Arbeitnehmer häufig selbst die Lust, in diesem Unternehmen weiterzuarbeiten.

Es folgt dann die eigene "innere Kündigung". Und je weniger der Arbeitnehmer um seinen Arbeitsplatz kämpft, desto weniger Trümpfe hat er in dem üblichen Abfindungspoker in der Hand.

Mit welcher Abfindungshöhe Sie kalkulieren müssen und wie Sie diese individuell für jeden Mitarbeiter berechnen können, können Sie hier lesen.

Kündigung: So sparen Sie bei der Abfindung Geld

Das sollten Sie vor Ausspruch der Kündigung beachten:

  • Liegen ausreichende Kündigungsgründe vor?
  • Wie hoch ist das verbleibende Prozessrisiko für Sie?
  • ob der Arbeitnehmer "wirklich" um den Arbeitsplatz kämpfen wird,
  • ob der Arbeitnehmer voraussichtlich zeitnah ein anderes Arbeitsverhältnis finden wird

Vermeiden Sie teure Abfindungen - bereiten Sie sich richtig vor

Das Entscheidende ist jedoch, den Gegner und das Arbeitsgericht bereits im Gütetermin von der Wirksamkeit der Kündigung zu überzeugen.

Dazu gehört nicht nur, die tragenden Gesichtspunkte der Kündigung zu betonen. Der Arbeitgeber muss vor allem die Angriffe des Arbeitnehmers gegen die Kündigung vorhersehen und parieren.

Fazit: Eine gute Vorbereitung ist hier die halbe Miete - und spart viel Ihnen Geld.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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