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Mitarbeiterführung: Müssen Sie fürs Beten freigeben?

 

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir beschäftigen das erste Mal einen Arbeitnehmer muslimischen Glaubens. Der möchte nun während der Arbeitszeit „frei“ haben, um Gebetspausen einlegen zu können. Müssen wir das gewähren?

Mitarbeiterführung: Kein Anspruch auf zusätzliche Gebetspause

Die Antwort: Nein. Das Landesarbeitsgericht Hamm hat bereits mit Urteil vom 26. 2. 2002 (Aktenzeichen: 5 Sa 1782/01) festgestellt, dass Muslime ohne Erlaubnis des Arbeitgebers während der Arbeitszeit keine zusätzliche Gebetspause einlegen dürfen. Muslimische Arbeitnehmer müssen das Beten auf offizielle Arbeitspausen verschieben.

Mitarbeiterführung: Urteil stützt sich auf den Islamrat in Köln

Das Landesarbeitsgericht Hamm berief sich in seiner Urteilsbegründung sogar auf den Islamrat in Köln. Dieser hatte zur Auskunft gegeben, dass zeitliche Spielräume für die vorgeschriebenen Gebete erlaubt sind. Sie könnten teilweise sogar über mehrere Stunden verschoben werden. Vor diesem Hintergrund ist nach Auffassung der Richter das Einverständnis des Chefs zu einer Extra - Gebetspause nicht erforderlich.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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