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Ein Tippfehler bei Ihrer Online-Überweisung kann teuer sein

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Von Astrid Engel,

Ein Tippfehler kann Sie teuer zu stehen kommen, wenn Sie bei einer Online-Überweisung zum Beispiel die Kontonummer falsch eingeben.

Frage: Ich führe seit einigen Monaten mein Konto online. Ich bin wirklich begeistert, wie schnell ich nun Kontoauszüge holen oder eine Rechnung per Online-Überweisung bezahlen kann. Nur, wie sicher ist das? Wie kann ich verhindern, dass nicht einfach jemand anderes mein Konto abräumt?

 

Antwort: Gerade für Unternehmer wie Sie ist Online-Banking tatsächlich eine feine Sache. Auch abends oder am Wochenende können Sie eine Online-Überweisung veranlassen - bequem per Internet.

Online-Überweisung per HBCI und Kartenleser mit eigener Tastatur

Was die Sicherheit betrifft, ist folgendes wichtig: Halten Sie unbedingt Ihr Passwort geheim und fallen Sie nicht auf Phishing-E-Mails herein. Dann haben Sie schon viel für die Sicherheit Ihres Kontos getan. Noch sicherer ist es, wenn Sie für die Online-Überweisung das HBCI-Banking nutzen, außerdem einen Chipkartenleser mit eigener Tastatur. So ist Ihr Konto wirklich "hackergeschützt".

Allerdings gibt es einen weiteren Faktor, über den Sie sich fast noch mehr Gedanken machen sollten als über den sicheren elektronischen Übertragungsweg bei der Online-Überweisung. Es ist der Faktor Mensch - nämlich Sie selber! Ein Tippfehler kann Sie nämlich teuer zu stehen kommen, wenn Sie bei einer Online-Überweisung zum Beispiel die Kontonummer falsch eingeben.

Bank muss Ihre Angaben bei der Online-Überweisung nicht prüfen

So erlebte es ein Unternehmer, der die Rechnung eines Lieferanten per Online-Überweisung bezahlen wollte. Dabei vertippte er sich bei der Kontonummer. Das Geld - immerhin 1.800 Euro - landete auf dem Konto einer Privatperson. Die gab den Betrag aus und erklärte dann, dass sie zahlungsunfähig sei. Der Unternehmer klagte zwar, um sich die 1.800 Euro von der Bank zurückzuholen - blieb aber erfolglos.

Begründung: Banken sind bei einer beleglosen Online-Überweisung nicht verpflichtet,  Kontonummer und den Namen des Kontoinhabers miteinander abzugleichen. Die Empfängerbank ist berechtigt, die Überweisung ausschließlich auf Grundlage der numerischen Daten -also der Kontonummer auszuführen. So urteilte in dem beschriebenen Fall das Amtsgericht München (23.5.2008, Az. 222 C 5471/07). Es hat damit die Meinung vieler anderer Gerichte geteilt.

Tipp: Prüfen Sie bei jeder Online-Überweisung genau, welche Kontonummer Sie eintippen. Sie ersparen sich Ärger, Gerichtskosten und im schlimmsten Fall einen empfindlichen Geldverlust.

 

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