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Reicht es bei einer Rechnung nicht aus, wenn das Lieferdatum im Lieferschein steht?

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Von Astrid Engel,

Frage: Ein Kunde will meine Rechnung nicht zahlen, weil darin kein Lieferdatum angegeben ist. Das ergibt sich aber klar aus dem Lieferschein. Muss ich es tatsächlich auch noch in die Rechnung schreiben?

Frage: Ein Kunde will meine Rechnung nicht zahlen, weil darin kein Lieferdatum angegeben ist. Das ergibt sich aber klar aus dem Lieferschein. Muss ich es tatsächlich auch noch in die Rechnung schreiben?

Antwort: Sie sprechen da ein kompliziertes Thema an. Die amtliche Lösung laut BMF-Schreiben vom 25.9.2005 (AZ: IV A 5 – S 7280 a - 82/05) ist diese: In einer Rechnung muss der Zeitpunkt der Lieferung angegeben sein. Der Kalendermonat reicht aus.


In der Rechnung korrekt auf den Lieferschein verweisen

Eine Rechnung darf aber aus mehreren Dokumenten bestehen, z. B. der eigentlichen Rechnung und dem Lieferschein. In dem Dokument, das den Netto- und den Mehrwertsteuer-Betrag nennt, müssen Sie dann auf den Lieferschein verweisen (Formulierungsbeispiel: "Zeitpunkt der Lieferung laut Lieferschein").

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Im Lieferschein selbst muss dann ein Lieferschein-Datum stehen - das ist der Tag, an dem Sie den Schein ausstellen. Darüber hinaus geben Sie das Lieferdatum an.

Ist es mit dem Lieferschein-Datum identisch, können Sie darauf verzichten, sofern Sie in dem Lieferschein darauf hinweisen. Formulierungsbeispiel: "Das Lieferdatum entspricht dem Lieferschein-Datum."


Vorsicht, wenn Lieferdatum und Lieferschein-Datum nicht identisch sind

Welches Datum Sie als das Lieferdatum angeben, kann strittig sein, wenn eine Sache an einem Tag bzw. in einem Monat versendet wird und erst später ankommt. Das BMF legt fest, dass der Tag bzw. Monat des Beginns der Beförderung oder Versendung zählt.

Wichtig ist das Ganze vor diesem Hintergrund: Unternehmer sind verpflichtet, Rechnungen an andere Unternehmer oder juristische Personen ohne Unternehmereigenschaft (z. B. Behörden) innerhalb von 6 Monaten nach Lieferung bzw. Leistung auszustellen. Wer das versäumt, dem droht eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro.

Ihr Kunde hat somit Recht, sofern Sie in Ihrer Rechnung nicht korrekt auf den Lieferschein verweisen oder dieser nicht richtig ausgestellt ist.

Dann sollten Sie es umgehend ändern, denn wenn dem Fiskus auffällt, dass in einer Rechnung Pflichtangaben fehlen, kann er dem Empfänger den Vorsteuerabzug streichen.

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