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Checkliste: Verträge kündigen - so machen Sie alles richtig

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Urheber: Brian Jackson | Fotolia

Von Astrid Engel,

Haben Sie jetzt zum Jahresende noch den einen oder anderen Vertrag zu kündigen? Dann möchten Sie sicher sein, dass Sie alles richtig gemacht haben und nicht länger im Vertrag "stecken", als Ihnen lieb ist.

Die wichtigsten Formalien beim Verfassen Ihrer Kündigung 

  • Geben Sie immer eine Vertrags-, Kunden- oder Mitgliedsnummer an.
  • Sagen Sie ausdrücklich: "Ich kündige."
  • Nennen Sie, wenn möglich, ein genaues Datum, zu wann Sie kündigen. Denn es gibt Verträge, die Sie bereits vor Ende der Vertragslaufzeit kündigen können. Wenn Sie kein genaues Datum angeben können, schreiben Sie "mit sofortiger Wirkung, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin".

Fax, E-Mail oder per Brief - was ist am besten?

Sie können jedes dieser drei Medien verwenden. Es sei denn, im Vertrag steht, dass Sie per Brief kündigen müssen. Dann können Sie weder zum Fax noch zur E-Mail greifen, wenn Sie hundertprozentig sicherstellen wollen, dass die Kündigung rechtswirksam ist. Wenn weder der Vertrag noch ein Gesetz die Form der Kündigung vorschreiben, dann kann sogar mündlich gekündigt werden. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall aus Dokumentationsgründen eine schriftliche Bestätigung der Kündigung anfordern. Zu empfehlen ist die mündliche Kündigung aber nicht - eine schriftliche Kündigung mit der Bitte um einen Bestätigung ist immer die sicherere Variante.

Müssen Sie einen Grund angeben?

Wenn Sie "ordentlich" kündigen, also fristgemäß nach Vertrag, schulden Sie dem Empfänger keine Erklärung. Ihre Kündigung ist gültig, auch wenn Sie keinen Grund angeben. Kündigen Sie außerordentlich, also ohne eine Frist einzuhalten, weil Sie den Vertrag aus einem wichtigen Grund nicht fortsetzen können oder wollen, müssen Sie einen Grund angeben. Angenommen, Sie möchten vorzeitig die Mitgliedschaft in einem Sportstudio kündigen, weil Sie wegen einer Krankheit nicht weiter trainieren können, müssen Sie im Zweifelsfall sogar ein Attest vorlegen. Oder: Sie können zum Beispiel dann Ihre Haftpflicht- und Kaskoversicherung für ein Auto außerordentlich kündigen, wenn Sie den Wagen bei der Zulassungsstelle abmelden. Diesen Grund müssen Sie angeben.

Denken Sie daran, eine Einzugsermächtigung oder einen Dauerauftrag zu widerrufen

Sonst kann es passieren, dass Sie gekündigt haben und von Ihrem Konto weiter munter abgebucht oder überwiesen wird

Wann gilt eine Kündigung als rechtzeitig?

Entscheidend für die Wirksamkeit der Kündigung ist nicht, wann Sie diese geschrieben haben, oder der Poststempel. Entscheidend ist, wann Ihre Kündigung den Empfänger erreicht. Kündigen Sie deshalb lieber ein paar Tage zu früh als auf den letzten Drücker.

Wer unterschreibt wie richtig?

Der Vertragspartner muss die Kündigung unterschreiben - also nicht der Ehepartner oder ein Mitarbeiter ohne Handlungsvollmacht. Soll ein Mitarbeiter einen Vertrag kündigen, der auf den Namen Ihres Unternehmens läuft, muss er mit seinem Vollmachtskürzel unterschreiben, also "i. A.", "i. V." oder "ppa." Anderenfalls riskieren Sie, dass die Kündigung unwirksam ist.

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Ihre Checkliste für eine wirksame und erfolgreiche Vertragskündigung

  1. Haben Sie sich anhand der Vertragsunterlagen über die Bedingungen der Kündigung informiert?
  2. Müssen Sie eine Kündigungsfrist einhalten? Entscheidend ist das rechtzeitige Eintreffen des Schreibens.
  3. Ist die Kündigung an eine bestimmte Form gebunden?
  4. Senden Sie Ihre Kündigung lieber einige Wochen zu früh als einen Tag zu spät ab.
  5. Haben Sie die Vertragsnummer, den Namen der Vertragspartner und den Kündigungstermin angegeben?
  6. Können Sie nachweisen, dass der Empfänger das Schreiben erhalten hat?
  7. Bewahren Sie alle Unterlagen auf, bis der Vertragspartner die Kündigung schriftlich bestätigt hat.
  8. Enthält die Kündigung das Datum, zu dem Sie kündigen, und die Unterschriften aller Vertragspartner?
  9. Geben Sie die Kontoverbindung an, falls noch Geld erstattet werden soll.
  10. Widerrufen Sie die Einzugsermächtigung.
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