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Aufgepasst: Für Wertvolles ist die Versandart „Einschreiben“ ungeeignet

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Liebe Leserin, lieber Leser,

„Wenn etwas per Einschreiben gesendet wird, kommt es sicher an.“ So lautet die landläufige Meinung über Einschreiben. Entsprechend wählen viele Menschen – auch Sekretärinnen – häufig den Versandweg Einschreiben, um Wertvolles zu versenden, etwa einen Geldschein, einen Gutschein oder einen Schlüssel.<br/><br/>Aber Achtung: Dazu ist das Einschreiben nicht gedacht! Egal, ob Sie das Einwurf-Einschreiben, das Übergabe-Einschreiben oder das Einschreiben mit Rückschein wählen: Eine Garantie dafür, dass die Sendung unversehrt und vollständig ankommt, haben Sie nicht. Das Einschreiben ist lediglich dazu da, den Zugang nachzuweisen. Mehr aber auch nicht. 

 

 

Denn der Versand erfolgt auf dem normalen Postweg. Da wird kein Unterschied zu anderen Briefsendungen gemacht. Nur bei der Zustellung unterscheidet sich das Einschreiben vom normalen Brief. Denn der Postbote führt Protokoll darüber, wann er es eingeworfen oder dem Empfänger übergeben hat. Beim Einschreiben mit Rückschein lässt er den Empfänger sogar den Rückschein unterschreiben und schickt diesen zurück an den Absender. Der hat damit schwarz auf weiß, dass sein Brief auch angekommen ist. Bei Kündigungen und wichtigen Dokumenten, bei denen es auf rechtzeitige Zustellung ankommt, ist dieser Weg auch goldrichtig.<br/><br/>

Nicht so bei Wertsachen. Denn die Deutsche Post AG übernimmt bei Einschreiben keine Haftung. Geld darf laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post nicht als Brief versendet werden. Geht es auf dem Versandweg verloren oder wird es geklaut, übernimmt die Post keine Haftung.<br/><br/>Mein Tipp: Bei Geld ist eine Überweisung an den Empfänger auf alle Fälle die bessere Alternative zum Versand mit der Post. Alternativ können Sie auch einen Bargeldtransfer über Western Union veranlassen.<br/><br/>

Für Gutscheine und Wertsachen gilt: Versenden Sie sie lieber als DHL-Paket und nicht als Einschreiben. Denn bei Paketen haftet die Post laut ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit immerhin 500 € pro Sendung.<br/><br/>

 

 

 

Sarah Kammberg<br/>Chefredakteurin

 

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