Gratis-Download

In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

Jetzt downloaden

Gehört jetzt auch die Geräte-Identifikationsnummer in die Rechnung?

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Ein neuer Erlass des BMF stellt höhere Anforderungen an die handelsübliche Bezeichnung in einer Rechnung. Bei der Lieferung von Geräten gehört jatzt auch die Geräte-Identifikationsnummer auf die Rechnung.

Stellt der Fiskus bei einer Betriebsprüfung fest, dass in Ihren Eingangsrechnungen gesetzliche Pflichtangaben fehlen, kennt er kein Pardon: Rigoros streicht er den Vorsteuerabzug aus der beanstandeten Rechnung. Ihr Unternehmen muss dann hohe Umsatzsteuer-Nachzahlungen an das Finanzamt leisten.

Nun schraubt die Finanzverwaltung ihre Anforderungen an die Bezeichnung gelieferter Ware sogar noch weiter hoch, wie ein neuer Erlass des Bundesfinanzministeriums deutlich macht (BMF, Schreiben vom 1.4.2009, Az. IV B 8 - S 7280-a/07/10004).

Ist die Bezeichnung nur mit Geräte-Identifikationsnummer handelsüblich?

Im Mittelpunkt des neuen Erlasses des Bundesfinanzministeriums stehen die Anforderungen an die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Waren in der Rechnung.

Konkret geht es um die Frage, ob bei der Lieferung von Geräten auch die Geräte-Identifikationsnummern in der Rechnung vermerkt sein müssen. Die nicht hilfreiche Antwort der Finanzverwaltung: Grundsätzlich ja; andererseits darf der Vorsteuerabzug allein wegen des Fehlens der Geräte-Identifikationsnummer nicht gestrichen werden.

Schlechte Auftragslage?
"Selbstständig heute" verrät Ihnen neue Werbeideen, die besten Kostenspartipps und wie Sie Ihr Geld von faulen Kunden bekommen. Auf 8 Seiten im Monat - denn als Unternehmer haben Sie keine Zeit für Bücher und Theorie!
Testen Sie "Selbstständig heute" jetzt 30 Tage lang gratis!

Der Anlass für den aktuellen BMF-Erlass bildet ein Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2007. In dem damals verhandelten Fall ging es um den Handel mit Mobiltelefonen. Das Finanzamt strich einem deutschen Handelsunternehmen hohe Vorsteuerbeträge, weil es die Beteiligung an einem Umsatzsteuerbetrug unterstellte.

Zur Begründung verwies das Finanzamt unter anderem auch darauf, dass die Mobiltelefone in den Rechnungen nicht individualisiert waren. Mit anderen Worten: In den Rechnungen waren die jeweiligen IMEI-Nummern (International Mobile Equipment Identity Number) nicht verzeichnet.

Das ließen die BFH-Richter damals nicht gelten und entschieden: Als betroffenes Unternehmen behalten Sie Ihr Recht auf Vorsteuerabzug, wenn Sie alle Maßnahmen getroffen haben, die vernünftigerweise von Ihnen verlangt werden können, um sicherzustellen, dass Ihre Umsätze nicht in eine Umsatzsteuerhinterziehung einbezogen sind. Denn dann dürfen Sie von der Rechtmäßigkeit dieser Umsätze ausgehen und genießen Vertrauensschutz.

So wird der Fiskus jetzt auf eine fehlende Geräte-Identifikationsnummer in der Rechnung reagieren

Die Finanzverwaltung nimmt jetzt dieses Urteil zum Anlass, die Anforderungen an die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Waren zu erhöhen. Naheliegende Auswirkung im Betriebsalltag: Wiederholte oder ständige Nachlässigkeiten im Umgang mit den Pflichtangaben in Eingangsrechnungen nutzt der Fiskus, um die Vertrauensschutz-Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und des Europäischen Gerichtshofs auszuhebeln.

Ganz nach dem Motto: Zwar darf bei einer fehlenden Geräte-Identifikationsnummer im Einzelfall nicht gleich der Vorsteuerabzug gestrichen werden, aber wenn unvollständige Eingangsrechnungen öfter unbeanstandet bleiben, ist das betreffende Unternehmen nicht vertrauenswürdig.

Vorsicht: Der Fiskus ist offensichtlich sogar bereit, noch einen Schritt weiter zu gehen und bei einer fehlenden Geräte-Identifikationsnummer das tatsächliche Vorliegen einer Lieferung infrage zu stellen.

Dazu heißt es im Erlass ausdrücklich: Die fehlende Aufzeichnung "einer üblicherweise - u. a. zur Identifizierung der Ware bei Rücklieferung und in Garantiefällen - in der Lieferkette weitergegebenen Geräte-Identifikationsnummer kann ... ein Indiz für eine nicht ausgeführte Lieferung sein".

Vokabel des Tages

Mit dem kostenlosen E-Mail-Newsletter "Vokabel des Tages" erhalten Sie ein erstklassiges Gratis-Business English Vokabel Training täglich per E-Mail. Tragen Sie sich einfach für unseren kostenlosen Newsletter ein und verbessern Sie von Tag zu Tag ganz nebenbei Ihre Business English Kenntnisse!

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
7 Beurteilungen
9 Beurteilungen
5 Beurteilungen
8 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Magazin für professionelles Büromanagement

Für einen freien Kopf und mehr Zeit für das Wesentliche.

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Mehr Fokus. Mehr Zeit. Mehr Ich.

Mit einfachen Maßnahmen zu nachhaltigem Unternehmenserfolg