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In Ihrem eigenen Interesse: Akzeptieren Sie nur eine ordentliche Rechnung

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Von Astrid Engel,

Frage: Ich habe gehört, dass ich Probleme mit dem Finanzamt bekomme, wenn ich eine nicht ordentliche Rechnung annehme. Mein Problem ist nun: Ich habe eine Rechnung erhalten, die nicht eindeutig als Rechnung bezeichnet ist. Darf ich die akzeptieren?

Frage: Ich habe gehört, dass ich Probleme mit dem Finanzamt bekomme, wenn ich eine nicht ordentliche Rechnung annehme. Mein Problem ist nun: Ich habe eine Rechnung erhalten, die nicht eindeutig als Rechnung bezeichnet ist. Darf ich die akzeptieren?

Antwort: Wie Sie Ihre Rechnung formal gestalten, ist nicht vorgeschrieben. Eine Rechnung ist jedes Schreiben, mit dem Ihr Unternehmen eine Lieferung oder eine Leistung abrechnet. Ob das Wort "Rechnung" auf dem Dokument steht, ist unerheblich. Viel wichtiger ist etwas anderes:

Der Fiskus verlangt eine ganze Reihe von Pflichtangaben auf Rechnungen. Achten Sie darauf, dass Ihr Unternehmen nur ordentliche Rechnungen erhält: Nur eine ordentliche Rechnung - also eine mit allen Pflichtangaben - berechtigt Sie zum Vorsteuerabzug. Kontrollieren Sie bei allen Eingangsrechnungen diese Pflichtangaben, damit Ihnen der Fiskus bei einer Betriebsprüfung nicht den Vorsteuerabzug streicht:


Diese 10 Pflichtangaben muss eine ordentliche Rechnung enthalten:

Vom Bruttobetrag einer Rechnung hängt ab, welche Pflichtangaben notwendig sind. Eine ordentliche Rechnung über 150 Euro brutto (also einschließlich Umsatzsteuer) muss diese Angaben enthalten:

1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Leistenden, also Ihres Kunden,

2. entweder die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) des Leistenden,

3. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Leistungsempfängers, also Ihres Unternehmens,

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4. das Ausstellungsdatum der Rechnung,

5. eine einmalige, fortlaufende Rechnungsnummer,

6. den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung,

7. die Menge und die handelsübliche Bezeichnung der Lieferung oder Umfang und Art der sonstigen Leistung,

8. das Netto-Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung,

9. den anzuwendenden Umsatzsteuersatz,  

10. den Betrag der Umsatzsteuer, der auf das Netto-Entgelt entfällt.

Bei den sogenannten Kleinbetragsrechnungen bis 150 Euro brutto sind hingegen weniger und zum Teil andere Angaben vorgeschrieben.

Bitte beachten Sie auch: Rechnungen sind Geschäftsbriefe. Deshalb muss eine ordentliche Rechnung selbstverständlich auch alle Pflichtangaben für Geschäftsbriefe enthalten wie zum Beispiel Rechtsform, Sitz und Handelregisternummer.

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