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Unberechtigter Umsatzsteuerausweis: Das sind die typischen Fälle (Teil 2)

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Von Astrid Engel,

Wenn eine Privatperson in einer Rechnung versehentlich Umsatzsteuer ausweist, muss sie den ausgewiesenen Betrag an das Finanzamt abführen. Korrigieren lässt sich dieser Fehler durch einen Antrag auf Berichtigung beim zuständigen Finanzamt.

Wenn eine Privatperson in einer Rechnung versehentlich Umsatzsteuer ausweist, muss sie den ausgewiesenen Betrag an das Finanzamt abführen. Korrigieren lässt sich dieser Fehler durch einen Antrag auf Berichtigung beim zuständigen Finanzamt. Auch in diesen Fällen liegt ein unberechtigter Umsatzsteuerausweis vor:

Verkauf privater Gegenstände


Ein Unternehmer verkauft Privatgegenstände und weist dabei die Umsatzsteuer aus.
Beispiel: Sie verkaufen Ihren Privat-Pkw für 3.000 Euro zuzüglich 19 % = 570 Euro Umsatzsteuer. Da der Pkw nicht zu Ihrem umsatzsteuerlichen Unternehmen gehört, weisen Sie die 570 Euro unberechtigt aus.

Umlagenrechnung


In der Abrechnung von Umlagen, z. B. Stromkosten, führen Sie die anteilige Umsatzsteuer auf, die auf den jeweiligen Mieter entfällt.
Beispiel: Sie vermieten Wohnungen. Bei der Nebenkostenabrechnung übernehmen Sie wie folgt die Beträge aus den Rechnungen der Versorgungsträger:

  • Stromkosten netto 500 Euro
  • darauf entfallende Umsatzsteuer 95 Euro
  • Gesamtbetrag 595 Euro


Sie weisen die Umsatzsteuer von 95 Euro unberechtigt aus und müssen sie nach § 14c Abs. 2 UStG ans Finanzamt abführen. Weisen Sie nur den Brutto-Betrag von 595 Euro aus, schulden Sie keine Umsatzsteuer.

Kleinunternehmer


Sie weisen Umsatzsteuer aus, obwohl Sie Kleinunternehmer sind und nicht zur Umsatzsteuer optiert haben. Haben Sie zur Umsatzsteuer optiert, dürfen Sie die Umsatzsteuer ausweisen. Machen Sie - was möglich ist - Ihre Option rückgängig, müssen Sie alle Rechnungen korrigieren. In diesem Fall liegt kein unberechtigter Umsatzsteuerausweis vor. Sobald Sie allen Kunden eine berichtigte Rechnung übersandt haben, schulden Sie die Umsatzsteuer nicht mehr.

Differenzbesteuerung


Sie wenden die Differenzbesteuerung an und weisen Umsatzsteuer aus.
Beispiel: Sie haben für 2.500 Euro gebrauchte Ware ohne Vorsteuer eingekauft. Diese verkaufen Sie für 3.500 Euro und berechnen die Umsatzsteuer aus dem Differenzbetrag von 1.000 Euro. Die Umsatzsteuer beträgt (1.000 Euro x19/119 =) 159,66 Euro. Weisen Sie diesen Betrag offen in Ihrer Rechnung aus, ist das ein unberechtigter Umsatzsteuerausweis. Konsequenz ist, dass Sie die 159,66 Euro doppelt zahlen müssen: im Rahmen der Differenzbesteuerung und den unberechtigt offen ausgewiesenen Betrag.

Scheinrechnungen


Sie stellen Scheinrechnungen aus. Das heißt, Sie rechnen Leistungen ab, die Sie überhaupt nicht oder aber an eine andere Person erbracht haben (Gefälligkeitsrechnungen).
Beispiel: Sie stellen eine Rechnung mit Umsatzsteuer aus, damit Ihr "Freund" den Betrag bei seinen Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung geltend machen kann. Eine Leistung haben Sie nicht erbracht.
Konsequenz: Das ist ein unberechtigter Umsatzsteuerausweis und Sie müssen die Steuer ans Finanzamt zahlen.

Falsch bezeichnete Leistung


Sie rechnen andere Leistungen ab, als Sie tatsächlich erbracht haben.
Beispiel: Sie rechnen eine Büromaschine ab, obwohl Sie einen Fernseher geliefert haben, oder Sie berechnen die Herstellung eines Mauerwerks, obwohl Sie jemandem einen Arbeitnehmer überlassen haben.

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Oder: Sie führen Malerarbeiten in der Wohnung eines Kunden aus und berechnen ihm für "Malerarbeiten in Büroräumen" 1.500 Euro zuzüglich 285 Euro.
Sie weisen die Umsatzsteuer unberechtigt aus. Sobald das Finanzamt davon Kenntnis erlangt, verlangt es von Ihnen folgende Beträge:

  • unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer 285 Euro  
  • Umsatzsteuer für die tatsächlich ausgeführten Malerarbeiten 285 Euro  
  • insgesamt 570 Euro  


Sie zahlen also die Umsatzsteuer 2-mal, für den falsch ausgewiesenen Umsatz und für den regulären Umsatz.

Vorausrechnung


Sie stellen Vorausrechnungen aus, obwohl bereits feststeht, dass Sie die Leistung nicht mehr ausführen werden (Vorausrechnungen sind nur zulässig, wenn mit ihrer Erfüllung zu rechnen ist).

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