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Vertrauensschutz sichern: So bleibt Ihnen der Vorsteuerabzug aus strittigen Eingangsrechnungen erhalten

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Von Astrid Engel,

Als Unternehmen behalten Sie Ihr Recht auf Vorsteuerabzug, wenn Sie alle Maßnahmen getroffen haben, um sicherzustellen, dass Ihre Umsätze nicht in eine Umsatzsteuerhinterziehung einbezogen sind. Diesen Vertrauensschutz sichern Sie sich in 4 Schritten.

Der Fiskus hat seine Anforderungen an die Pflichtangaben auf Rechnungen noch einmal verschärft. Zum Beispiel könnten Sie in Zukunft Schwierigkeiten bekommen, wenn Sie bei der Lieferung von Geräten nicht die Geräte-Identifikationsnummer auf der Rechnung vermerken.

Zwar wird Ihnen bei einem einmaligen Versäumnis nicht gleich der Vorsteueranzug gestrichen. Kommt es jedoch öfter vor, könnte Ihnen das Finanzamt unterstellen, dass Sie in eine Umsatzsteuerhinterziehung verwickelt sind und Ihnen den Vorsteuerabzug streichen.

Bei umsichtiger Prüfung genießen Sie Vertrauensschutz

Als betroffenes Unternehmen behalten Sie Ihr Recht auf Vorsteuerabzug, wenn Sie alle Maßnahmen getroffen haben, die vernünftigerweise von Ihnen verlangt werden können, um sicherzustellen, dass Ihre Umsätze nicht in eine Umsatzsteuerhinterziehung einbezogen sind. Denn dann dürfen Sie von der Rechtmäßigkeit dieser Umsätze ausgehen und genießen Vertrauensschutz.

Sichern Sie sich den Vertrauensschutz mit diesen 4 Prüfpunkten

So sichern Sie die Anwendung der Vertrauensschutz-Regelung zu Ihren Gunsten und damit den Vorsteuerabzug aus strittigen Eingangsrechnungen:

Prüfpunkt 1: Vertrauensschutz sichern durch Überprüfung der Geschäftspartner

Überprüfen Sie bei Geschäftspartnern in anderen EU-Staaten deren USt-IdNr. Nutzen Sie dazu die Online-Bestätigungsabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern (www.bzst.de). Dort erhalten Sie Auskunft, ob eine ausländische USt-IdNr. gültig ist und ob die von Ihnen mitgeteilten Angaben zu Firmenname, Firmenort, Postleitzahl und Straße mit den in der Unternehmerdatei des jeweiligen EU-Mitgliedstaats registrierten Daten übereinstimmen. Und: Nehmen Sie die Auskunft unbedingt mit zu Ihren Buchungsunterlagen.

Prüfpunkt 2: Vertrauensschutz sichern durch Anfordern der Ansässigkeitsbescheinigung

Wenn Sie Zweifel haben, dass Ihr Geschäftspartner im angegebenen EU-Staat (noch) seinen Sitz hat: Lassen Sie sich von Ihren Geschäftspartnern zusätzlich deren Ansässigkeitsbescheinigung vorlegen. Denn dann dürfen Sie darauf vertrauen, dass Ihr Geschäftspartner mehrwertsteuerpflichtig und wirtschaftlich tätig ist. Achten Sie aber darauf, dass die Ansässigkeitsbescheinigung nicht älter als ein Jahr ist.

Prüfpunkt 3: Vertrauensschutz sichern durch Kontrolle der Eingangsrechnungen

Stellen Sie sicher, dass Eingangsrechnungen penibel kontrolliert und sofort beanstandet werden, wenn sie nicht alle gesetzlichen Pflichtangaben (§ 14 UStG) enthalten.

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Bestehen Sie darauf, dass die Rechnungen die gelieferte Ware mindestens nach Hersteller und Modell aufführen, besser zusätzlich auch die Identifikationsnummern nennen. Dokumentieren Sie, dass die zugrunde liegenden Lieferungen tatsächlich stattgefunden haben, indem Sie die Beleg- und Buchnachweise lückenlos führen.

Prüfpunkt 4: Vertrauensschutz sichern durch Entkräften von Vorwürfen

Sind Sie in einen Umsatzsteuerbetrug hineingeraten, müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen das Finanzamt vorhält, Sie hätten zumindest davon wissen können. Das können Sie z. B. dadurch entkräften, dass Sie auf Ihre Werbemaßnahmen und Preiskalkulationen für die gelieferte Ware verweisen, außerdem auf die dokumentierte Kontrolle der gelieferten Ware und Ihre unternehmensintern getroffenen Maßnahmen zur Kontrolle aller Eingangsrechnungen.

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