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Wann sich Ihr Kunde mit seiner Zahlung in Verzug befindet

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Von Astrid Engel,

Verzugszinsen, Schadenersatz, Mahnbescheid oder gar Klage - das alles darf erst folgen, wenn sich der Schuldner mit der Zahlung in Verzug befindet. Ab wann das der Fall ist, bestimmen Sie schon durch die Formulierung Ihrer Rechnung. Grundsätzlich muss Ihr Kunde die Rechnung bezahlen,

Verzugszinsen, Schadenersatz, Mahnbescheid oder gar Klage - das alles darf erst folgen, wenn sich der Schuldner mit der Zahlung in Verzug befindet. Ab wann das der Fall ist, bestimmen Sie schon durch die Formulierung Ihrer Rechnung. Grundsätzlich muss Ihr Kunde die Rechnung bezahlen,

  • wenn der Rechnungsbetrag fällig ist - das ist der Fall, wenn Sie Ihre Leistung wie vereinbart erbracht und dem Kunden keinen Zahlungsaufschub gewährt haben (Beispiel: Im Vertrag steht "zahlbar nach Lieferung") - und
  • er Ihre Rechnung erhalten hat - als "erhalten" gilt der Einwurf in seinen Briefkasten.

Müssen Sie den Rechnungs-Zugang beweisen, damit der Schuldner in Verzug gerät?

Schon über den Zeitpunkt des Zugangs Ihrer Rechnung kann Streit entstehen. Trotzdem ist es üblich, Rechnungen ganz normal per Post zu versenden. Einschreiben sind zu teuer und aufwändig und beweisen nur, dass der Kunde zwar einen Umschlag erhalten hat, nicht aber, ob und was sich darin befunden hat! Zahlt der Kunde nicht, erinnern und mahnen Sie ihn ja in weiteren Schreiben - im Streitfall wird er vor Gericht kaum glaubwürdig darlegen können, keines Ihrer Schreiben erhalten zu haben. Gehen Sie also für Ihre weiteren Maßnahmen einfach nach etwa zwei Tagen Postlaufzeit davon aus, dass der Kunde Ihre Rechnung erhalten hat.

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So bestimmen Sie den Zeitpunkt, an dem der Schuldner in Verzug gerät

Nach §286 BGB gerät der Schuldner einer Geldforderung in Verzug, wenn Sie

  • den Betrag anmahnen,

oder sogar ganz ohne Mahnung schon dann, wenn

  • er die Bezahlung endgültig und ernsthaft verweigert,
  • automatisch spätestens 30 Tage nach Zugang und Fälligkeit der Rechnung oder
  • am Tag nach dem Zahlungstermin, den Sie in der Rechnung bestimmt haben.


Empfehlung: Schreiben Sie in jede Rechnung einen exakten Zahlungstermin, zum Beispiel "zahlbar bis zum 11. September ..." - dann ist der Schuldner ab 12. September ... in Verzug. Sie brauchen also weder mahnen noch die lange Frist von 30 Tagen abzuwarten.

Lassen Sie dagegen in Ihrer Rechnung den Zahlungstermin offen und spekulieren Sie darauf, dass der Verzug automatisch 30 Tage nach Fälligkeit und nachdem die Rechnung erhalten wurde eintritt, beachten Sie noch Folgendes:

  • Ist Ihr Kunde ein Verbraucher, müssen Sie ihn in der Rechnung darauf hinweisen, dass er nach 30 Tagen automatisch mit der Zahlung in Verzug gerät; ansonsten brauchen Sie doch wieder eine Mahnung.
  • Ist Ihr Kunde ein Unternehmer, gerät er auch ohne diesen Hinweis nach den 30 Tagen in Verzug; ihm gegenüber gilt zudem: Ist der Zeitpunkt des Zugangs der Rechnung strittig, werden die 30 Tage ab Fälligkeit und Empfang der Leistung (statt Zugang der Rechnung) berechnet.
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