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Abschlagszahlungen: Wann Sie Teilleistungen abrechnen können

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Von Astrid Engel,

Bei Dienstleistungen und im Handwerk ist es üblich, erst zu leisten und dann eine Rechnung zu stellen. Trotzdem gibt es auch Dienstleister, die Vorauskasse verlangen (z.B. Reinigungen) oder direkt nach Ausführung kassieren (z.B. Umzugsunternehmen). Testen Sie, ob Ihre Kunden diese Praxis auch akzeptieren.

Bei Dienstleistungen und im Handwerk ist es üblich, erst zu leisten und dann eine Rechnung zu stellen. Trotzdem gibt es auch Dienstleister, die Vorauskasse verlangen (z.B. Reinigungen) oder direkt nach Ausführung kassieren (z.B. Umzugsunternehmen). Testen Sie, ob Ihre Kunden diese Praxis auch akzeptieren.

Ist das nicht der Fall, können Sie als Dienstleister oder Handwerker versuchen, zumindest Anzahlungen oder Abschlagszahlungen zu erhalten. Damit haben Sie einen Teil Ihrer Forderung schnell realisiert. Und Sie erfahren, ob Ihr Kunde überhaupt zahlungswillig und -fähig ist, bevor Sie vollständig geleistet haben.

Abschlagszahlungen sind gesetzlich geregelt

Abschlagszahlungen können Sie für erbrachte Teilleistungen verlangen. Dieser Zahlungsweg ist sogar ausdrücklich gesetzlich geregelt (§ 632a BGB): "Der Unternehmer kann vom Besteller für in sich abgeschlossene Teile des Werkes Abschlagszahlungen für die erbrachten vertragsmäßigen Leistungen verlangen.

Dies gilt auch für erforderliche Stoffe oder Bauteile, die eigens angefertigt oder angeliefert sind. Der Anspruch besteht nur, wenn dem Besteller Eigentum an den Teilen des Werkes, an den Stoffen oder Bauteilen übertragen oder Sicherheit hierfür geleistet wird."

Im Baugewerbe sind Abschlagszahlungen üblich

Wenn Sie im Baugewerbe tätig sind, kennen Sie diese Regelung: Nach Fertigstellung von vertraglich geregelten Teilabschnitten des Baus (z.B. Errichtung des Dachstuhls, Vollendung der Sanitärinstallationen) können Sie Abschlagszahlungen fordern. Unter Umständen kann der Kunde im Gegenzug verlangen, dass Sie eine Erfüllungsbürgschaft Ihrer Bank beibringen, damit er sichergeht, dass Ihre Bauleistung auch fertiggestellt wird.

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In anderen Branchen sind Abschlagszahlungen möglich

Auch in anderen Branchen können Sie Abschlagszahlungen verlangen, wenn Sie länger an Kundenaufträgen arbeiten. Üblich sind sie beispielsweise für Autoren oder bei längerfristigen IT-Projekten. Allerdings ist es immer eine Frage Ihrer Verhandlungsstärke, ob Sie die auch durchsetzen.

Seriöse Kunden werden nicht von Ihnen fordern, dass Sie wochen- oder gar monatelang für sie arbeiten, ohne Geld zu sehen. Lässt sich ein Kunde in einem solchen Fall nicht auf Abschlagszahlungen ein, sollten Sie Ihr Angebot in mehrere Einzelaufträge aufteilen, die Sie sofort berechnen, oder lieber ganz auf den Auftrag verzichten.

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