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Vorsteuer auch aus einer Rechnung mit falschem Steuersatz

 

Von Astrid Engel,

Der Steuersatz ist eine von 10 Pflichtangaben auf jeder Rechnung über 150 Euro brutto, das heißt inklusive Umsatzsteuer. Fehlt nur eine dieser Pflichtangaben auf Rechnungen, kann das Finanzamt den Vorsteuerabzug aus der Rechnung streichen.

Steigen Sie durch das Umsatzsteuerrecht noch durch? Was wird mit 19 % besteuert und was mit 7 %? Nehmen Sie Bewirtungsrechnungen als eines von vielen Beispielen: Werden Speisen zum Mitnehmen verkauft, wird lediglich der ermäßigte Steuersatz von 7 % fällig, weil dann der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Grundnahrungsmitteln liegt. Für Speisen zum Verzehr vor Ort, verlangt der Fiskus dagegen den Regelsteuersatz von nunmehr 19 %, weil dann der Dienstleistungsaspekt im Vordergrund steht.

Rechnung mit falschem Steuersatz kann den Vorsteuerabzug kosten

Bei dem Wirrwar kann es schon mal vorkommen, dass ein Unternehmen eine Rechnung mit falschem Steuersatz verschickt. Unangenehme Folge für Sie bzw. Ihr Unternehmen: Erhalten Sie eine Rechnung mit falschem Steuersatz, kann das Finanzamt Ihrem Unternehmen den Vorsteuerabzug vollständig streichen. Denn dann liegt ja keine ordnungsgemäße Rechnung vor.

Sollten Ihrem Unternehmen allerdings fälschlicherweise 19 statt 7 % Umsatzsteuer berechnet worden sein, geht zumindest nicht der gesamte Vorsteuerabzug verloren. Sie können dann die "gesetzlich geschuldete" Steuer von 7 % des Nettobetrags geltend machen. BFH, 19.11.2009, Az: V R 41/08

Steuersatz ist eine Pflichtangabe auf jeder Rechnung

Der Steuersatz ist eine von 10 Pflichtangaben auf jeder Rechnung über 150 Euro brutto, das heißt inklusive Umsatzsteuer). Fehlt nur eine dieser Pflichtangaben auf einer Rechnung, kann das Finanzamt den Vorsteuerabzug aus dieser Rechnung streichen. Das sind die Pflichtangaben:

  1. Name und vollständige Anschrift des Rechnungsausstellers
  2. Vollständiger Name und Anschrift des Kunden
  3. Ausstellungsdatum
  4. Fortlaufende einmalige Rechnungsnummer, die eine Rechnung eindeutig kennzeichnet
  5. Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung (auf den Monat genau)
  6. Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
  7. Menge und Bezeichnung der gelieferten Ware beziehungsweise Art und Umfang der erbrachten Leistung
  8. Nettobetrag (ohne Umsatzsteuer)
  9. Steuersatz (19 Prozent, 7 Prozent oder der Hinweis "umsatzsteuerbefreit")
  10. Umsatzsteuerbetrag

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Bei einer Kleinbetragsrechnung, also einer Rechnung unter 150 Euro, reichen weniger und zum Teil andere Pflichtangaben aus. Hier sind die fünf Pflichtangaben für Kleinbetragsrechnungen:

  1. Name und vollständige Anschrift des Rechnungsausstellers
  2. Ausstellungsdatum
  3. Menge und Bezeichnung der gelieferten Ware beziehungsweise Art und Umfang der erbrachten Leistung
  4. Bruttobetrag
  5. Im Bruttobetrag enthaltener Steuersatz (19 oder 7 Prozent - Abkürzung USt. oder MwSt., beides ist möglich!)
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