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Vorsteuerabzug nur bei korrekter Anschrift des Rechnungsausstellers

 

Von Astrid Engel,

Die Finanzbeamten sind bei der Anerkennung von Vorsteuerabzügen jetzt besonders penibel: Nur wenn Ihre Eingangsrechnungen alle Pflichtangaben enthalten, dürfen Sie sich die Umsatzsteuer daraus vom Finanzamt zurückholen. Gerade bei jungen Unternehmen prüft der Fiskus Rechnungen des Öfteren bei sogenannten Umsatzsteuer- Nachschauen. Die finden außerhalb einer Betriebsprüfung statt und müssen nicht einmal vorher angemeldet werden!

Die Finanzbeamten sind bei der Anerkennung von Vorsteuerabzügen jetzt besonders penibel: Nur wenn Ihre Eingangsrechnungen alle Pflichtangaben enthalten, dürfen Sie sich die Umsatzsteuer daraus vom Finanzamt zurückholen. Gerade bei jungen Unternehmen prüft der Fiskus Rechnungen des Öfteren bei sogenannten Umsatzsteuer- Nachschauen. Die finden außerhalb einer Betriebsprüfung statt und müssen nicht einmal vorher angemeldet werden!

Anschrift des Rechnungsausstellers muss stimmen

Damit nicht genug. Jetzt gibt der Bundesfinanzhof Ihnen als Unternehmer noch zusätzliche Überprüfungspflichten auf: Es genügt nicht, dass sämtliche Angaben auf der Rechnung vorhanden sind. Zumindest die Anschrift des Rechnungsausstellers muss auch korrekt sein. Das gilt generell für alle Unternehmen. Es gehört auch zu Ihren Pflichten als Rechnungsempfänger, bei Zweifeln die angegebene Adresse zu prüfen und Rechnungen mit einer falschen Rechnungsanschrift zurückzuweisen. Stellt sich nämlich heraus, dass bei einer Rechnung die Anschrift des Rechnungsausstellers nicht korrekt ist, versagt der Fiskus die Vorsteuererstattung (Bundesfinanzhof, 6.12.2007, Aktenzeichen: V R 61/05).
Der Fall: Ein Autohändler kaufte reimportierte Fahrzeuge aus Italien. Der Lieferant hatte laut Rechnungsanschrift seinen Sitz in Deutschland. Bei einer Umsatzsteuer - Sonderprüfung stellte das Finanzamt jedoch fest, dass der Unternehmensinhaber seinen Wohnsitz in Italien hat. Hinter der Rechnungsanschrift verbarg sich lediglich ein Büroservice, der Aufträge annahm und nach Italien weiterleitete. Der Unternehmer hatte unter derselben Adresse zwar ein Gewerbe angemeldet und darüber im Vorjahr auch seine Umsatzsteuer angemeldet und abgeführt. Das genügte dem Finanzamt und den Richtern nicht. Der Aussteller selbst sei unter der Rechnungsanschrift nicht unmittelbar ausfindig zu machen gewesen.

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So prüfen Sie die Anschrift des Rechnungsausstellers

Lassen Sie sich bei neuen Lieferanten vom Handelsregister oder vom Gewerberegister den Unternehmenssitz bestätigen. Damit erfüllen Sie Ihre Prüfungspflicht. Deuten jedoch starke Indizien darauf hin, dass die Anschrift des Rechnungsausstellers lediglich eine Briefkastenadresse ist, machen Sie am besten keine Geschäfte mit dem Unternehmen. In dem vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall hatte der Lieferant beispielsweise eine Handynummer mit italienischer Vorwahl als Kontaktmöglichkeit angegeben. So etwas sollte Sie immer vorsichtig werden lassen.

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