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Zeitpunkt der Lieferung: So behalten Sie den Vorsteuerabzug bei Lieferantenrechnungen

 

Von Astrid Engel,

Der Zeitpunkt der Lieferung muss bei Lieferantenrechnungen immer angegeben sein. Auch dann, wenn Ausstellungsdatum der Rechnung und Lieferdatum identisch sind.

Rechnungen, die Sie von Lieferanten erhalten und bezahlen, erfreuen sich bei Betriebsprüfern allergrößter Beliebtheit. Grund: Fehler in den Eingangsrechnungen führen unweigerlich dazu, dass der Vorsteuerabzug verloren geht. Der Bundesfinanzhof hat mit seinem jetzt veröffentlichten Urteil vom 17.12.2008 (Az. XI R 62/07) deutlich gemacht, dass der Vorsteuerabzug auch bei einer an - sonsten korrekt ausgestellten Rechnung verloren ist, wenn der Zeitpunkt der Lieferung nicht korrekt angegeben ist.

Mit dem folgenden, von den Richtern abgesegneten Prüfschema, können Sie Lieferantenrechnungen (Teil- und Zwischenrechnungen) schnell prüfen.

Wichtig: Der Zeitpunkt der Lieferung muss immer angegeben sein. Auch dann, wenn Ausstellungsdatum der Rechnung und Lieferdatum identisch sind.

Achten Sie auf den Zeitpunkt der Lieferung

Deshalb: Weisen Sie jede Rechnung zurück, in der nicht der Zeitpunkt der Lieferung angegeben ist! Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Sie bestellen bei einem Lieferanten Materialien im Wert von 2.000 Euro plus Umsatzsteuer (380 Euro). Die Lieferung erfolgt im Juni 2009. Der Zeitpunkt der Lieferung ist in der Rechnung nicht angegeben.

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Im November meldet Ihr Lieferant Insolvenz an. Im März 2010 setzt Ihr Betriebsstättenfinanzamt eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung für das Jahr 2009 an. Eine neue Rechnung können Sie vom Lieferanten nicht mehr bekommen. Folge: Die 380 Euro sind für immer verloren!

Wie prüfen Sie den Zeitpunkt der Lieferung bei Teil- und Zwischenrechnungen?

Im Fall von Teil- und Zwischenrechnungen prüfen Sie Folgendes:

  1. Geht aus der Rechnung hervor, dass damit über Voraus- oder Abschlagszahlungen abgerechnet wird - etwa durch Angabe des voraussichtlichen Zeitpunkts der Lieferung oder Leistung? Wenn nein: korrigierte Rechnung verlangen!
  2. Gehen aus der Endabrechnung eindeutig und unmissverständlich die vor der endgültigen Ausführung der Leistung vereinnahmten Entgelte sowie die hierauf entfallenden Steuerbeträge hervor? Wenn nein: korrigierte Rechnung verlangen!
  3. Immer dran denken: Ohne Schlussrechnung geht es nicht! Zu den Rechnungspflichtangaben gehört die genaue Handelsbezeichnung bzw. die ausgeführten Leistungen. Da dies in Zwischen- oder Teilrechnungen kaum möglich ist, achten Sie darauf, dass Sie eine ausführliche Schlussrechnung erhalten. Falls nein: unbedingt anfordern!
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