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So berichtigen Sie eine Rechnung, in der Sie die unzutreffende Umsatzsteuer ausgewiesen haben

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie in Ihrer Rechnung die Umsatzsteuer fehlerhaft ausweisen, handelt es sich normalerweise um ein Versehen. Die unzutreffende Umsatzsteuer fällt Ihnen nicht sofort auf, sonst würden Sie den Fehler von vornherein vermeiden.

Wenn Sie in Ihrer Rechnung die Umsatzsteuer fehlerhaft ausweisen, handelt es sich normalerweise um ein Versehen. Die unzutreffende Umsatzsteuer fällt Ihnen nicht sofort auf, sonst würden Sie den Fehler von vornherein vermeiden.


9 Fälle, in denen Sie die unzutreffende Umsatzsteuer ausweisen

Sie weisen die Umsatzsteuer dann unzutreffend aus, wenn Sie

  1. bei Kleinbetragsrechnungen bis 150 Euro den falschen Steuersatz ausweisen, z. B. 19 % statt 7 %
  2. eine höhere Umsatzsteuer ausweisen, als Sie tatsächlich schulden,
  3. sich einfach verrechnen oder verschreiben,
  4. Umsatzsteuer ausweisen, obwohl die Leistung steuerfrei ist, z. B. bei einer Ausfuhrlieferung,
  5. Umsatzsteuer ausweisen, obwohl die Leistung nicht steuerbar ist, z. B. bei unentgeltlichen Leistungen, Leistungen im Ausland usw.,
  6. Umsatzsteuer bei einer Geschäftsveräußerung ausweisen, obwohl diese gemäß § 1 Abs. 1a UStG nicht steuerbar ist,
  7. über dieselbe Leistung mehrfach Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen,
  8. die Umsatzsteuer doppelt ausweisen, weil sie in den Anzahlungsrechnungen und in der Schlussrechnung steht,
  9. Umsatzsteuer ausweisen, obwohl nicht Sie, sondern der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer gemäß § 13b UStG schuldet.


Das bedeutet die unzutreffende Umsatzsteuer für den Empfänger Ihrer Rechnung

Der Leistungsempfänger - also der, der die Rechnung erhält - darf von Anfang an nur die zutreffende Vorsteuer abziehen (BFH-Urteil vom 6.12.2007, Az. V R 3/06). Bei einer steuerfreien bzw. nicht steuerbaren Leistung darf er selbst dann keine Vorsteuer abziehen, wenn der leistende Unternehmer Umsatzsteuer ausweist.

Die Berechtigung zum Vorsteuerabzug entfällt also nicht erst dann, wenn die unzutreffende Rechnung berichtigt wird.

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Beispiel: Sie haben Ihren Betrieb im Oktober 2007 für 100.000 Euro veräußert. Sie stellen die Umsatzsteuer mit 19 % = 19.000 Euro in Rechnung, obwohl gemäß § 1 Abs. 1a UStG keine Umsatzsteuer anfällt. Sie zahlen die Umsatzsteuer ans Finanzamt, und der Käufer zieht die Umsatzsteuer von 19.000 Euro als Vorsteuer für den Voranmeldungszeitraum Oktober 2008 ab, ohne dass dies zunächst vom Finanzamt beanstandet wird. Aufgrund einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung berichtigen Sie Ihre Rechnung im August 2009. Die berichtigte Rechnung senden Sie an Ihren Käufer. Es treten folgende Konsequenzen ein:

Für 2008 zahlen Sie die unzutreffende Umsatzsteuer. Die Berichtigung wirkt nicht zurück auf den Oktober 2008.

Sie mindern Ihre Umsatzsteuer erst nach der Rechnungsberichtigung für den Voranmeldungszeitraum August 2009.

Ihr Kunde muss jedoch den Vorsteuerabzug rückwirkend für 2008 korrigieren – und nicht erst im August 2009.


So korrigieren Sie die unzutreffende Umsatzsteuer

Um einen Fehler berichtigen zu können, muss er Ihnen also zunächst auffallen. Wenn Sie die fehlerhafte Rechnung kurzfristig (innerhalb desselben Voranmeldungszeitraums) berichtigen und an Ihren Kunden übersenden, können Sie sofort den richtigen Umsatzsteuerbetrag buchen. Haben Sie den Vorgang bereits gebucht, stornieren Sie ihn und buchen anschließend die korrigierte Rechnung.

Haben Sie die unzutreffende Rechnung gebucht und sind die falschen Daten bereits in einer Umsatzsteuer- Voranmeldung erfasst, müssen Sie die entsprechenden Konsequenzen auch in Ihrer Buchführung ziehen.

Fällt Ihnen der Fehler auf, müssen Sie die Rechnung gegenüber dem Rechnungsempfänger schriftlich berichtigen. Eine Korrektur der Rechnung allein in Ihren eigenen Unterlagen reicht nicht aus.

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