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Ausgehende Geschäftspost wird immer unterschrieben − allerdings nicht immer von demjenigen, der den Brief veranlasst. In manchen Fällen unterschreiben...

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Wie viele Stunden hat eigentlich Ihr Arbeitstag?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

was tut eine Sekretärin eigentlich so den ganzen Tag? Nein, dass ist jetzt nicht die Frage eines Unkundigen, der sich nicht vorstellen kann, was in einem Sekretariat normalerweise los ist. Ich selbst stelle mir die Frage immer mal wieder, denn in all dem normalen Trubel verliere selbst ich manchmal den Überblick. Ab und zu muss ich mir dann vor Augen halten, was ich tagtäglich so alles leiste. Denn wenn abends mein Schreibtisch noch genauso voll ist wie am Morgen, ist das einfach nur frustig. Und mit so einem blöden Gefühl im Bauch mag ich dann nicht nach Hause gehen.

Ich erspare Ihnen jetzt eine Aufzählung meiner täglichen Aufgaben. Die werden sich sicherlich nicht sonderlich von den Ihren unterscheiden (außer, dass ich meinen Tag mit den Sekada-Daily-Tipp beginne). Worauf ich aber hinaus will, ist Folgendes:

Heute müssen wir Sekretärinnen Meetings und Veranstaltungen organisieren, Gäste betüddeln, die Terminplanung unserer Chefs genauso im Griff haben wie sein Telefon und seine Geschäftsreisen und vieles mehr. UND wir müssen, zumeist nebenbei, Geschäftsbriefe produzieren, die den Empfänger begeistern, ihn von unserer Professionalität überzeugen und unsere Chefs in einem guten Licht erscheinen lassen. Denn eine Sekretärin erledigt heute nur noch zu einem – verglichen mit früher – geringen Prozentsatz reine Schreibaufgaben.

Für unsere Chefs ist unser Multitasking-Talent selbstverständlich, denn damit die sich um all das nicht kümmern müssen, haben sie ja schließlich uns. Es ist auch genau diese Mixtur, die für mich den Beruf der Sekretärin zu meinem Traumberuf macht. Ich bin gerne Chef-Entlasterin. Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn ICH mal entlastet werde. Wenn sich jemand mal für mich den Kopf zerbrochen hat und ich nur noch ernten muss.

Sarah Kammberg
Chefredakteurin

PS: Ich weiß, dass vielen von Ihnen dieser Satz bereits aus den Ohren rauskommt, aber ich denke, man kann ihn sich nicht oft genug in Erinnerung rufen: Jeder Brief und jede E-Mail, die Sie für Ihren Chef verfassen, ist eine Visitenkarte für Ihr Haus, für Ihren Chef und ganz persönlich auch für Sie als Sekretärin! Denn Ihre Schreiben gehen an finanzstarke Geschäftspartner, an anspruchsvolle Kunden, an kritische Berater Ihres Chefs, an Freunde des Hauses und an viele andere einflussreiche Menschen.

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