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Rechnungsdatum = Lieferdatum: Darf dieser Hinweis jetzt noch in Ihren Rechnungen stehen?

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Von Astrid Engel,

Die Änderung im Umsatzsteuergesetz (§14 Abs. 4 UStG) zu den Pflichtangaben in Rechnungen sorgt im Betriebsalltag immer noch für erhebliche Verunsicherung. Eine Rechnung muss unter anderem bekanntlich das Ausstellungsdatum und den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung, also das Lieferdatum enthalten. Das Rechnungsdatum ist nur dann mit dem Lieferdatum identisch, wenn Sie die Rechnung tatsächlich sofort am Liefertag erstellen.

Das bedeutet: Nur in diesem Fall können Sie weiterhin "Rechnungsdatum = Lieferdatum" in ihren Eingangsrchnungen akzeptieren, denn hierzu hat das Jahressteuergesetz keine Änderungen gebracht. Andernfalls riskieren Sie, dass der Fiskus den Vorsteuerabzug streicht und Nachzahlungen an Umsatzsteuer fällig werden.

Wie Sie in diesen 4 Alltagsfällen das Lieferdatum immer finanzamtssicher angeben

Auf diese Fälle achtet der Fiskus ganz besonders:

Versand von Waren

Versenden Sie Waren an Kunden, gilt als Lieferdatum der Tag, an dem Sie den Gegenstand der Post, einem Paketdienst oder einer Spedition übergeben haben.

Sonstige Leistungen

Bei sonstigen Leistungen, zum Beispiel umfangreichen und zeitaufwändigen Bau- und Montagearbeiten, geben Sie als Lieferdatum den Zeitpunkt der Vollendung an. Ausnahme: Sie haben Teilleistungen vereinbart.

Anzahlungen

Wird über eine noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet, handelt es sich um eine Rechnung über eine Anzahlung. Darin ist die Angabe des Zeitpunkts der Vereinnahmung des Entgelts oder des Teilentgelts nur dann erforderlich, wenn der Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt.

Barrechnungen

Die Angabe des Leistungszeitpunkts gilt selbst für Barrechnungen oberhalb der Kleinbetragsgrenze von 150 €. Hiervon sind besonders Übernachtungs- oder Bewirtungsrechnungen betroffen. Das Lieferdatum ist dann der Tag, an dem die Übernachtung oder Bewirtung stattgefunden hat.
Tipp: Kontrollieren Sie Eingangsrechnungen immer zeitnah auf das korrekte Lieferdatum. Stellen Sie fest, dass das Lieferdatum fehlt, bleibt Ihnen immer noch diese Möglichkeit: Lassen Sie sich die fehlenden Angaben im Nachhinein mittels Brief das Lieferdatum bestätigen. So hält sich die Bürokratie in Grenzen und Sie haben den vorsteuerabzug Ihrer Eingangsrechnung gesichert.

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